VfR Germania Ochtersum v. 1924 e.V.
VfR Germania Ochtersum v. 1924 e.V.

Spielberichte der B-Jugend     Saison 2017/2018

8. Punktspiel VfR – JFV Calenberger Land 3:1 (3:0)

 

Endlich hatten wir mal wieder ein Heimspiel. Seit dem zweiten Spieltag, also seit Mitte August, durften wir keinen Gegner mehr in der heimischen Fritz-Ziesener-Arena begrüßen. Nun war es endlich wieder so weit. Und das wurde auch höchste Zeit, denn von unseren Auswärtsfahrten kehrten wir mit lediglich einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen nicht gerade glorreich wieder zurück in heimische Gefilde. Besonders bitter schmeckte bei den fünf Partien in der Fremde gleich die erste. Im Hinspiel bei unserem heutigen Gegner setzte es eine verdiente 2:8-Klatsche, bei der wir nach unserem Führungstreffer nichts mehr auf die Reihe bekamen und von einem kombinationsstarken Gegner in beeindruckender Weise auseinander genommen wurde. Diese Schmach wollten wir in jedem Fall tilgen.

 

Entsprechend motiviert gingen wir ins Spiel gegen den Tabellenführer. Vom Anpfiff an übernahmen wir das Zepter des Handels und setzten uns in der Hälfte der Calenberger fest. Das führte bereits in der zweiten Spielminute zu unserer ersten Torchance, die Tim mit einem Schuss über das Gehäuse vergab. Sieben Minuten später zielte er deutlich genauer. Nach einem schönen Angriff flankte Leon von rechts nach links zu Jan T., der den Ball sofort in die Mitte zu Tim spielte, der kaltschnäuzig am Torwart vorbei zur frühen Führung einschob. Fünf Minuten später wiederholten wir den Angriff. Finn H. spielte einen langen Ball auf Leon, der per Kopf in die Mitte auf den anderen Finn zurückspielte. Über den Umweg des Innenpfostens lag der Ball Sekundenbruchteile später im Netz. In der 16. Minute kam unser Gast zu seinem ersten nennenswerten Angriff, bei dem Paul zwei Mal zur Stelle war und sowohl den ersten Versuch als auch den Nachschuss bravourös hielt. Dann waren wir wieder an der Reihe. Leon scheiterte in der 21. Minute mit seinem zu zentral platzierten Linksschuss am gegnerischen Torwart. Drei Minuten später erhöhten wir auf 3:0. Nach einem perfekten Steilpass von Jan H., der damit die komplette Abwehr aushebelte, tauchte Tim frei vor dem Torhüter auf, behielt die Nerven und schob den Ball sicher ins Gehäuse. Nach diesem Treffer nahmen wir den Fuß vom Gaspedal und schalteten zwei Gänge zurück. Das hatte zur Folge, dass die Jungs aus dem  Calenberger Land nun besser ins Spiel kamen und kurz vor der Halbzeit eine Hundertprozentige herausspielten. Nach einer Ecke, bei der Paul beim Herauslaufen deutlich behindert wurde, kam der Ball zum gegnerischen Spieler, der die Kugel aus drei Metern mit einer solchen Vehemenz an die Latte knallte, dass das Tor auch nach der Halbzeit noch leicht vibrierte.

 

Der Lattentreffer schien nicht nur das Gebälk zu erschüttern, sondern auch unseren Gegner zu wecken, denn mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit nahm unser Gast ordentlich Fahrt auf. Bis auf eine sehr gute Chance in der 42. Minute, die Paul durch sein beherztes Herauslaufen vereitelte, kam aber nicht wirklich etwas Zählbares bei den Angriffsbemühungen zustande. Wir standen sehr sicher in der Abwehr, verschoben gut und ließen defensiv nichts anbrennen.  Allerdings schafften wir es in der Phase des Spiels nicht, irgendetwas Konstruktives in der Offensive zuwege zu bringen. Gerade als der Angriffsmut der Calenberger ein wenig zum Erliegen kam, würzten wir das Spiel mit einer unglücklichen Aktion wieder. Ein missglückter Abwehrversuch, der zu einer „Kerze“ am eigenen Strafraum führte, landete beim gegnerischen Stürmer, der das Geschenk dankend annahm und volley zum 3:1 verwandelte. Der Treffer flößte unserem Gegner neuen Angriffsmut ein, der sogar deren Abwehrspieler erfasste und mit fortschreitender Spieldauer zu einer komplett entblößten Defensive führte. Leider schafften wir es in der letzten Viertelstunde nicht, unsere zahlreichen Kontermöglichkeiten konzentriert und zielstrebig auszuspielen. Bis auf ein zu Recht zurückgenommenes Tor von Jacob, gab es auf beiden Seiten keine nennenswerten Großchancen mehr.

 

So ging das „Endlich-Spiel“ für uns sehr gut aus. Endlich mal wieder ein Heimspiel, endlich mal wieder gewonnen und endlich mal wieder richtig gut gespielt. Leider sind wir in diesem Jahr „fertig mit draußen“. Ab Ende November fängt die Hallenspielzeit an. Aber das gute Gefühl dieses Spiels sollte uns gut durch den Winter bringen…

 

Germania Attacke

7. Punktspiel SV Ramlingen-Ehlershausen – VfR 0:0 (0:0)

 

Unsere Punktspielsaison zeichnete sich bis zum sechsten Spieltag vor allem durch eines aus: Massig Tore auf beiden Seiten. Immerhin 48-mal klingelte es in den Spielen mit unserer Beteiligung bisher, was einen Schnitt von satten acht Toren pro Partie bedeutet. Von einem weiteren Tore-Spektakel waren wir am Samstag in Ramlingen weiter entfernt als der HSV von einer sorgenfreien Saison. Im Gegenteil, langweiliger als am Samstag kann es auf einem Fußballplatz eigentlich nur sein, wenn man allein dort ist.

 

Nach einer guten Trainingswoche und einem sehr guten Aufwärmen waren wir zuversichtlich, dass wir nach zwei Niederlagen am Stück den Bock umstoßen konnten, um mal wieder drei Punkte auf der Habenseite zu notieren. Doch mit dem Anpfiff war davon nicht mehr viel zu sehen. Der SV machte es sich von der ersten Minute an in der eigenen Hälfte bequem und setzte auf eine Kontertaktik mit knapp zwei Spielern, die offensiv überhaupt nicht funktionierte. Oder positiv ausgedrückt: Unser Abwehrbollwerk ließ defensiv nichts anbrennen, so dass an dieser Stelle alle Ramlinger Chancen des gesamten Spiels bereits geschildert sind: Es gab keine!

 

Leider galt das trotz permanentem Ballbesitz und Spiel auf ein Tor nahezu genauso auch für uns. Die „Highlights“ sind deshalb schnell geschildert: In der 25. Minute zögerte Finn K., nachdem Jan den Ball durch die Beine laufen ließ, zu lange und wurde bei seinem Schussversuch entscheidend behindert. In Spielminute 65 (ja, wir sind schon in der zweiten Halbzeit!) bekam der gegnerische Torwart einen Ball erst hinter der Torlinie zu fassen. Zumindest seine Füße befanden sich deutlich im Tor, da er seine Arme aber ausgestreckt nach vorne hielt, war schwer zu erkennen, ob sich der Ball im Tor oder davor befand. Ich plädiere an dieser Stelle für die Einführung der Torlinientechnik auf allen deutschen Sportplätzen! Im Ernst, die „Chance“ hätte es bei allen anderen Spielberichten nicht aufs Papier geschafft. Für unsere letzte Gelegenheit gilt das nicht. Nach einem Freistoß in der 77. Minute scheiterte zunächst Tim am Torhüter. Den Abpraller bekam Fin-Louis auf seinen rechten Schlappen, mit dem er den Ball sehenswert ins rechte obere Tordreieck zirkelte. Leider entschied der Schiedsrichter in der Situation auf eine Abseitsstellung Fin-Louis´. Das ist aber unmöglich, da er sich bei Tims Versuch sowohl hinter diesem als auch dem Ball befand. Sei es drum, einen Treffer hatte das Spiel schon seit langem nicht mehr verdient gehabt.

 

So war das Beste an dem Samstag etwas, zu dem das Spiel nichts konnte: Durch den arbeits- und schulfreien Reformationstag am Dienstag und den davor liegenden Brückentag blieb für die meisten noch viel Zeit, die Partie am verlängerten Wochenende irgendwie zu verdauen.

 

Germania Attacke

5. Punktspiel Arminia Hannover – VfR 5:4 (4:2)

 

Wenn man auswärts vier Tore schießt, muss man etwas Zählbares wieder mit nach Hause nehmen. Dass wir aus Hannover ohne Punkte im Gepäck zurückgekehrt sind, lag an zwei Dingen: Wir waren im Defensivverbund viel zu anfällig und die Arminen nutzten ihre Gelegenheiten gnadenlos. Am Ende münzte der Gastgeber fünf seiner sechs Chancen in Treffer um. Das entspricht einer Chancenverwertung von 83,3%! Effektiver geht es kaum. Da unsere Verwertung auch nicht viel schlechter als die unseres Gegners war (vier von acht), kann man durchaus von einem Tag der offenen Tür, oder besser „des offenen Tores“ sprechen, der sich am Sonntagmittag in Hannover abspielte.

 

Den ersten Torschuss dieses Spektakels gaben wir ab. Beim 18-Meter-Schuss Tims ist der Begriff Torchance aber zu hoch gegriffen, denn für mehr als eine erste kleine Duftmarke taugte er nicht. Der Premierenabschluss der Arminen war da deutlich beeindruckender. Nach einem Angriff über die Mitte tauchte in der 14. Minute der gegnerische Stürmer frei vor Torben auf und hatte keine Probleme, den Ball zur Führung im Netz unterzubringen. Zwei Minuten später scheiterte Tim mit unserem ersten ernsthaften Versuch am Torwart, der den Ball folgenlos in die Mitte abwehrte. Das heißt, komplett folgenlos blieb der Abpraller nicht wirklich, weil die Arminen sofort einen Konter starteten, an dessen Ende der Schütze des ersten Tores prompt einen Doppelschlag feiern durfte, denn sein Schuss aus 18 Metern fand den Weg über den Innenpfosten ins Netz. Davon ließen wir uns nicht lange schocken. Fünf Minuten später hatte Tim ebenfalls zwei Mal getroffen und das Spiel wieder ausgeglichen. Beim ersten Treffer kam er nach einem abgefälschten Freistoß Jans ein wenig glücklich an den Ball und netzte diesen unhaltbar ein, beim zweiten orientierte er sich am gegnerischen Doppelschützen. Nach einer Flanke Leons touchierte nun Tims Schuss aus etwa 16 Metern zunächst den Pfosten, bevor er im Netz zappelte. Weitere drei Minuten später musste das Spiel aus einem nachvollziehbaren Grund für fünf Minuten unterbrochen werden: Der Ball war weg! Nach einem Klärungsversuch über den Fangzaun beförderte ein auf dem Messeschnellweg vorbeifahrendes Auto das Spielgerät unerreichbar in die Eilenriede. Da sämtliche Ersatzbälle in der Kabine lagen, dauerte es einige Zeit, bevor das Spiel fortgesetzt werden konnte. Aus der Zwangspause kam Arminia viel besser heraus als wir. Vom Einwurf weg kombinierten sie sich an unserer nicht vorhandenen Deckung vorbei zum nächsten Treffer. Es sah ein wenig aus, als würden wir den Ball noch suchen… In der 33. Minute stellte Arminia nach einem Grundlinienrückpass die Zwei-Tore-Führung wieder her (selbstverständlich mit dem vierten Torschuss).

 

Nach der Halbzeitpause, in die wir keineswegs mit dem Eindruck gingen, die Partie sei schon entschieden, kontrollierten wir das Spiel besser als in Durchgang eins. In der 51. Minute bekamen wir nach einem Foul an Finn K. einen Elfmeter zugesprochen, den Marvin kaltschnäuzig verwandelte. Zwei Minuten später erlebten wir eine Premiere: Arminia vergab eine Torchance. Torben kam weit aus seinem Kasten heraus, um gegen den gegnerischen Stürmer den Winkel zu verkürzen und konnte so den unplatzierten Abschluss auf etwas schmerzhafte Weise abwehren. Nur fünf Minuten später lagen wir aber wieder mit zwei Treffern im Rückstand. Erneut konnte Torben den Ball abwehren, doch dieses Mal direkt vor die Füße des komplett frei stehenden Gegners, der keine Probleme hatte, den fünften Treffer zu erzielen. Wir gaben aber auch nach diesem Rückschlag nicht auf, sondern versuchten über eine noch offensivere Spielweise, das Spiel zu drehen. So kam Arminia zwar zu Konterchancen, die sie aber allesamt nicht gut ausspielten. Wir hatten durch Tim in der 66. Minute den nächsten Abschluss, der aber am Gehäuse vorbeiging. Mit unserem sehr schön herausgespielten Tor durch Tims dritten Streich in der 78. Minute begann eine äußerst spannende Schlussphase. Eine Minute später scheiterte Jan nach einer Bilderbuchvorlage von Finn völlig freistehend aus acht Metern an der eigenen Ungenauigkeit. Nachdem Finn K. eine weitere Minute später an einer Hereingabe Tims vorbeirutschte, war unsere Niederlage endgültig besiegelt.

 

So reisten wir, wie bereits erwähnt, zwar mit vier erzielten Toren aber ohne Punkte im Gepäck aus Hannover zurück und sind uns noch sicherer als zuvor: Der Sonntag ist zum Fußball spielen ungeeignet.

 

Germania Attacke

5. Punktspiel JSG Wedemark – VfR 2:1 (2:1)

 

Unser eigentlich am vergangenen Samstag terminiertes Spiel gegen die JSG Mandelsloh wurde tatsächlich „terminiert“, weil der Verein die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat. Deshalb konnten wir das Wochenende einmal für ganz andere Dinge nutzen und fuhren kurzentschlossen zum Bischofsholer Damm, um dort unseren heutigen Gegner in seinem Spiel gegen Arminia Hannover unter die Lupe zu nehmen. Dort wurde unser Eindruck, den wir bereits von unserer ersten Gegnerbeobachtung gewannen, nochmals bestärkt. Wir stellten uns auf einen guten Gegner ein, der ein klares Spielsystem konsequent umsetzt und mit langen Bällen auf die schnellen Stürmer durchaus unbequem werden kann. Außerdem stellten wir uns auf einen blöden Spieltermin ein, da der Sonntagmorgen als Spieltag kein Freund der Mannschaft ist.

 

Beide Einstellungen bestätigten sich im Laufe der 80 Minuten voll und ganz. Wir kamen über die gesamte erste Halbzeit überhaupt nicht in die Partie und sahen uns nach sieben Minuten bereits im Rückstand. Einen unsererseits misslungenen Angriff nutzte die JSG zu einem klassischen Konter, an dessen Ende der gegnerische Stürmer Torben mit einem Heber überwand. In der 12. Minute konnten wir eine erste Torannäherung verzeichnen. Nach einer Ecke verzog Tim aus der Drehung jedoch deutlich. Das war es dann für einige Zeit mit Strafraumaktionen auf der Habenseite. Wedemark hatte da etwas mehr zu bieten. In der 16. Minute hielt Torben einen sehr zentral geschossenen Ball problemlos und fünf Minuten später wollte der Stürmer es seinem Kollegen, der zum 1:0 traf, nachmachen, zielte bei seinem Heber aber in die zweite Etage. Ein Standard führte nach einer knappen halben Stunde zum überraschenden Ausgleich. Paul schlug einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum, wo Hanno sich gegen seinen Gegenspieler behauptete und den Ball zur Hälfte mit dem Kopf und zur anderen Hälfte mit dem Rücken am Torwart vorbeilenkte. Dieser etwas glückliche Ausgleich hatte nur für fünf Minuten Bestand, denn dann sorgte ein langer Ball Wedemarks in Verbindung mit einem Ausrutscher Marvins für die erneute Führung der Gastgeber. So konnte der Stürmer frei auf Torben zulaufen, diesen umrunden und ohne Schwierigkeiten ins leere Tor einschieben. Unsere letzte Gelegenheit des ersten Durchgangs vergab Leon, der nach einer Vorlage Tims über das Gehäuse schoss.

 

Zur zweiten Halbzeit stellten wir die Mannschaft ein wenig um und kamen sofort viel besser in die Partie. Bereits nach 30 Sekunden hatte Finn K. unsere erste hundertprozentige Gelegenheit, scheiterte nach einem tollen Angriff aber mit seinem Abschluss freistehend am Torhüter. Mit unserem nächsten gelungenen Angriff erspielten wir uns in der 53. Minute die nächste glasklare Chance. Dieses Mal schoss Tim ebenfalls völlig freistehend den Torwart an. Nach einer knappen Stunde war das Spiel für uns dann gelaufen. Bei einem Klärungsversuch wurde Marvin mit den Stollen auf das Schussbein getreten, so dass er ausgewechselt werden musste und wir erneut zur Umstellung gezwungen waren. In der Folge verloren wir in der immer hitziger werdenden Atmosphäre zusehends den spielerischen Faden. Lediglich eine Kopie unseres Tores mit nicht so glücklichem Ausgang fand noch den Weg auf den Chancenzettel. Hanno scheiterte mit seiner Direktabnahme eines Paul-Freistoßes dieses Mal am Torhüter. Unser Gegner kam allerdings auch immer mehr von seiner Spielidee ab, so dass sich ein immer hektischer werdendes Spiel entwickelte. Wedemark vergab in der 76. Minute die letzte Chance, bevor die, aufgrund von permanentem Zeitspiel vollständig berechtigte, Nachspielzeit von über fünf Minuten anbrach. Doch auch das reichte nicht, um den Ausgleich zu erzielen.

 

So bewahrheitete sich, was wir schon vorher wussten: Wir mögen den Sonntag als Spieltag nicht. Mal schauen, ob sich das beim nächsten Spiel ändert. In vier Wochen fahren wir erneut am Sonntag zum Bischofsholer Damm, dieses Mal aber wenigstens eine Stunde später.

 

Germania Attacke

4. Punktspiel JSG Engelbostel/Stelingen – VfR 1:7 (0:4)

 

Um in dieser vor unbekannten Gegnern nur so wimmelnden Liga überhaupt ein Gespür für die Stärke der anderen Mannschaften zu bekommen, reisten wir vor einigen Wochen in die Wedemark, um dort die beiden JSGen unser Spielklasse unter die Lupe zu nehmen. Im Spiel der heimischen JSG gegen die Jungs aus Engelbostel/Stelingen stachen uns bei unserem heutigen Gegner zwei Dinge sofort ins Auge. Defensiv steht die Mannschaft nicht annähernd so sicher, wie sie in der Offensive unangenehm werden kann. Abgesehen davon zeichnete sie trotz deutlichen Rückstands aus, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgab. All diese Ergebnisse unsere Beobachtungstour bestätigte die JSG auch in unserem Spiel.

 

Nach einem beiderseitig verhaltenen Beginn, gingen wir mit unserer ersten Torchance in der 9. Minute sofort in Führung. Nach einem Angriff über mehrere Stationen landete der Ball als vorletztes bei Tim. Der sah in der Mitte den einlaufenden Finn K., bediente ihn mustergültig und konnte dann aus perfekter Perspektive den Einschlag der Kugel im unteren linken Eck beobachten. Zwei Minuten später drosch Tim den Ball aus 16 Metern über das Tor, anschließend liefen sich Jan H. und Leon bei unserer nächsten guten Gelegenheit beinahe selbst über den Haufen. Zu dieser Phase hatten wir das Spielgeschehen gut im Griff und ließen Engelbostel nur ein paar „Das-könnte-vielleicht-gefährlich-werden-Standards“ zu, die aber allesamt im Konjunktiv endeten. In der 23. Minute erhöhten wir auf 2:0, weil Leon eine Hereingabe von Jan H. vor seinem Gegenspieler erwischte und diese mit einem langen Bein in Tor bugsierte. Vier Minuten später vergab Finn K. unsere beste Gelegenheit des ersten Durchgangs, indem er aus fünf Metern freistehend genau auf den Torwart schoss. Nach einer guten halben Stunde hatte die JSG ihrerseits eine sehr gute Gelegenheit, doch der gegnerische Stürmer wollte es zu schön machen und hob den Ball zwar über Torben hinweg, aber auch ein gutes Stück am Tor vorbei. Diese verpasste Großchance rächte sich umgehend. Direkt im Gegenzug erhöhte Leon nach Vorlage von Tim auf 3:0 und nur eine Minute später überwand er den Torhüter erneut und erzielte seinen dritten Treffer. Dass wir ohne Gegentor in die Pause gingen, verdankten wir Jan T., der die letzte Chance des ersten Durchgangs mit einer energischen Rettungsaktion klärte.

 

Die zweite Halbzeit starte mit einem Hattrick von Finn K., doch leider handelte es sich dabei nur um einen Chancenhattrick und nicht um drei Treffer am Stück. Erst zielte er zwei Mal am Tor vorbei, bevor er mit seiner dritten Gelegenheit am Torwart hängen blieb. Diese starke Rettungstat ihres Torhüters beflügelte den Gastgeber, der nun seinerseits für einige Minuten in den Offensivmodus wechselte. Nachdem der Engelbosteler Stürmer mit dem ersten Abschluss in der 57. Minute noch an seiner Schussungenauigkeit scheiterte, machte er es 60 Sekunden deutlich besser und konnte mit seinem platzierten Abschluss das 1:4 erzielen. Durch den Gegentreffer sichtlich gereizt, schalteten wir sofort einige Gänge hoch und berannten mit Vehemenz das gegnerische Tor. Sofort ergaben sich dadurch wieder erstklassige Chancen. In der 60. Minute scheiterte Tim mit seiner Direktabnahme am Torwart, zwei Minuten später wurde Finn von seinem Gegenspieler regelwidrig gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Paul sicher und stellte den alten Abstand wieder her. Nur eine Minute später erhöhten wir auf 6:1, weil Tim einen langen Ball technisch stark annahm und anschließend auch sicher im Netz unterbrachte. Auch für den Schlusspunkt dieser Partie zeichnete sich Tim verantwortlich. Eine Hereingabe Jacobs ließ Hanno mit großer Übersicht durch die Beine rollen, weil hinter ihm Tim in der deutlich besseren Position war und den Ball kaltschnäuzig einschoss. In den restlichen zehn Minuten erspielten wir uns zwar noch die eine oder andere Gelegenheit, konnten aber keine mehr nutzen, so dass es beim hochverdienten 7:1-Endstand blieb.

 

Am nächsten Wochenende reist mit der SG Mandelsloh der nächste unbekannte Gegner an den Philosophenweg.

 

Germania Attacke

Bezirkspokal 2. Runde: VfR – 1. JFC AEB Hildesheim (Regionalliga) 3:1 (2:0)

 

Keine Saison ohne Pflichtspiel gegen AEB. Selbst wenn wir, was seit 2015 der Fall ist,  nicht in der gleichen Liga spielen, so beschert uns spätestens der Pokal ein Aufeinandertreffen mit unseren Hildesheimer Nachbarn. Doch obwohl wir jedes Jahr gegen AEB spielen, war uns diese Mannschaft gänzlich unbekannt. Zu Kreisligazeiten kreuzten wir die Klinge immer mit dem 2001er Jahrgang, in der letzten Saison spielten wir in der ersten Pokalrunde gegen den späteren Bezirkspokalsieger aus dem 2000er Jahrgang und dieses Mal durften wir uns mit dem 2002er Jahrgang messen. Wir waren also schon wieder älter als unser Gegner, aber das hat in der Vorwoche bekanntlich nichts genützt.

 

Dieses Mal allerdings waren wir in puncto Vorbereitung, Einstellung und Willen eindeutig präsenter als vor sieben Tagen. Ins Spiel kamen wir trotzdem nicht ganz so gut. Nach zehn Minuten hatte AEB bereits zwei gute Gelegenheiten auf der Habenseite, während wir lediglich eine Halbchance durch Jan H. inkl. eines ganz schwachen Nachschusses durch Leon zu verzeichnen hatten. Danach kamen wir aber besser ins Spiel und hatten dieses bis zur Halbzeit auch völlig im Griff. In der 13. Minute scheiterte Tim nach Vorlage von Hanno mit unserem ersten wirklichen Hochkaräter an einem gegnerischen Abwehrhintern, der sich in seine Schussbahn warf. Eine Minute später gingen wir in Führung. Hanno köpfte eine maßgenaue Ecke von Paul gegen die Laufrichtung des Torhüters und somit für diesen unhaltbar ein. Nur zwei Minuten später zeigte Paul eindrucksvoll, dass er nicht nur punktgenaue Flanken schlagen, sondern mindestens ebenso exakt selbst aufs Tor schießen kann. Nach einem von Paul selbst ausgeführten Freistoß kam der Ball über einige Umwege wieder vor seine Füße, von wo aus die Kugel nach einem kurzen Kontakt in einer für den Torwart unerreichbaren Flugbahn zielgenau im rechten oberen Dreieck einschlug. Mit der beruhigenden Zwei-Tore-Führung im Rücken kontrollierten wir fortan das Geschehen auf dem Rasen nach Belieben und erspielten uns bis zum Halbzeitpfiff noch zwei gute Gelegenheiten. Beide Male scheiterte Jan H. jedoch mit seinen Versuchen aus der zweiten Reihe am Torwart.

 

Aus der Pause kamen wir sehr konzentriert und schnürten AEB für knappe zehn Minuten komplett in der eigenen Hälfte ein. Mitten in dieser Drangphase hätte es, nach einem Foul des Torhüters an Tim, einen Elfmeter für uns geben müssen, doch die Pfeife des sehr konsequent leitenden Schiedsrichters blieb in der Szene stumm. So kam es wie so oft in solchen Spielen. In der 52. Minute konnten wir einmal einen gegnerischen Konter nicht unterbinden und prompt fingen wir uns, nachdem der Schuss des Stürmers durch Marvin unglücklich abgefälscht wurde, den Anschlusstreffer. Dieser gab AEB für einige Minuten Auftrieb, bis Finn K. in der 60. Minute zu einem Sololauf ansetzte und dabei so glücklich an den gegnerischen Abwehrspieler flankte, dass der Ball von dessen Oberkörper ins Tor trudelte. Damit war die Partie gelaufen. Wir übernahmen mit dem Treffer wieder die Kontrolle und hätten nach einem Traumpass von Marvin und anschließendem Alleingang von Finn in der 62. Minute den Sack endgültig zu machen müssen, doch leider verhinderte der Torhüter mit einer sensationellen Fußabwehr unser viertes Tor. Bis auf eine verunglückte Flanke, die an unserem Pfosten landete, gestatteten wir AEB nichts mehr. Allerdings erspielten wir uns, trotz aller Dominanz, auch keine großartigen Chancen mehr. Mit dem letzten Abschluss der Partie scheiterte Finn K. in der Nachspielzeit noch einmal am Torhüter, bevor der Schiedsrichter das Spiel beendete.

 

Nach unserem Sieg vor zwei Jahren und unserer Niederlage im letzten Jahr, sind wir nun in der VfR-AEB-Statistik wieder in Führung gegangen und dürfen uns auf die dritte Pokalrunde freuen. Diese wurde laut Rahmenspielplan schon terminiert (18.10.) aber noch nicht ausgelost.

 

Germania Attacke

3. Punktspiel Calenberger Land – VfR 8:2 (4:1)

 

Unsere erste Auswärtsfahrt führte uns nach Langreder, einem kleinen Dorf in der Nähe von Barsinghausen. Auf der, für eine Ortschaft dieser Größe, beeindruckenden Anlage des heimischen Sportvereins empfing uns die U16 des JFV Calenberger Land. In der letzten Saison spielten wir noch gegen die damalige U17 des JFV, die sich sehr souverän den Landesligatitel holte und es somit schaffte, in die Niedersachsenliga aufzusteigen. Damals schlugen wir uns gerade im Rückspiel sehr beachtlich und unterlagen nach einer starken Leistung lediglich mit 3:4 gegen den späteren Meister. Nun forderte uns also die junge „Reserve“ des JFV, die tatsächlich ausschließlich aus Spielern des jüngeren B-Jugend-Jahrgangs besteht. Was sollte uns da schon passieren…

 

Die Antwort ist extrem einfach: Alles Mögliche, aber nichts Positives! Uns fehlte irgendwie die Einstellung zum Spiel. Das war vor dem Anpfiff schon absehbar, ließ sich aber leider nicht mehr korrigieren. Da auch die jungen Calenberger mit angezogener Handbremse starteten, tat sich in den ersten Spielminuten quasi nichts. Völlig überraschend gingen wir in der 15. Minute in Führung. Tim setzte sich im Mittelfeld gut gegen seinen Gegenspieler durch und zog aus rund 16 Metern einfach mal ab. Der Ball war nicht sonderlich fest, dafür aber unheimlich platziert geschossen und schlug für den Torhüter unerreichbar an den Innenpfosten und von dort im Netz ein. Damit reizten wir unseren Gegner. Die erste Gelegenheit vergaben die Calenberger noch, weil Torben gut aus seinem Kasten kam und den Winkel verkürzte, doch eine Minute später schlug der Ball ein. Die Entstehung des Tores war aus unserer Sicht maximal unglücklich. Nach einem Foul an Jan H. im gegnerischen Strafraum hätte es eigentlich einen Elfmeter für uns geben müssen, doch die Pfeife des Schiris blieb stumm. Unser Gegner schnappte sich den Ball, kombinierte sich sehr schnell durchs Mittelfeld, anschließend an unserer Abwehr vorbei und  überwand schließlich auch den chancenlosen Torben. Ab dem Zeitpunkt klappte bei uns überhaupt nichts mehr. Die Calenberger kombinierten sich nahezu nach Belieben durch unsere Reihen und erspielten sich diverse Hochkaräter. Drei davon nutzten sie bis zur Pause noch. Das zweite Tor fiel nach einem mustergültigen Grundlinienrückpass, das dritte nach einem Elfmeter und beim vierten half unsere Abwehr tatkräftig mit.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fingen wir uns entweder ein wenig oder unserer Gegner schaltete einen Gang runter, jedenfalls tat sich 20 Minuten nichts Aufregendes. Ab der 61. Minute nahm die Partie für 10 Minuten aber wieder Fahrt auf. Nach dem nächsten Abwehrfehler unsererseits hatte der gegnerische Stürmer überhaupt keine Mühe, zum 5:1 zu erhöhen. Eine Minute später erzielten wir unseren zweiten Treffer, weil Jan H. gedankenschnell einen vom Torwart in die Mitte abgewehrten Schuss von Finn K. ins Tor bugsierte. Ebenfalls nur eine Minute später stellten die Calenberger mit einem ungewollten Glücksheber aus 18 Metern den alten Abstand wieder her. In der 66. Minute fiel über die linke Angriffsseite Tor Nummer sieben, in der 70. aus dem Abseits heraus (das war dann auch egal) sogar noch das achte Tor. Danach tat sich nichts mehr, außer dass wir in der letzten Spielminute die größte Gelegenheit des gesamten Spiels leichtfertig vergaben.

 

Das war nach dem sehr guten Saisonstart ein herber Dämpfer für uns. Gerade weil wir gegen einen ballsicheren und kombinationsstarken Gegner antraten und uns das im Vorfeld auch bewusst war, dürfen wir niemals mit solch einer Einstellung ins Spiel gehen. Zum Glück können wir im Pokalspiel am Wochenende gegen die Jungs vom JFC AEB zeigen, dass diese Partie nur eine Ausnahme war.

 

Germania Attacke

2. Punktspiel VfR – TSV Bemerode 3:1 (1:1)

 

Bisher machte sich die seltsame Staffeleinteilung mit den weiten Fahrten für uns noch nicht bemerkbar, denn auch das zweite Saisonspiel durften wir zu Hause bestreiten. Mit dem TSV Bemerode schlug ein Gegner am Philosophenweg auf, der uns aus sportlicher Hinsicht gänzlich unbekannt war. Geografisch wussten wir sehr wohl, wo wir den hannoverschen Stadtteilclub einordnen mussten, sportlich tappten wir komplett im Dunkeln.

 

Also gingen wir mit der Marschroute ins Spiel, vom Anpfiff an sehr konzentriert zu Werke zu gehen und uns nicht überraschen zu lassen. Das gelang uns bis zur vierten Minute sehr gut. In der startete unser Gast einen ersten Angriff auf unser Tor. Dabei spielten sie ihren Stürmer frei, der sich beim Zuspiel allerdings geschätzte drei Meter im Abseits befand. Dass der Schiedsrichter diese deutliche Abseitsstellung übersah, überraschte uns sichtlich. Dem Stürmer war das natürlich egal, er nutzte seinen Vorsprung, den er gegenüber unseren Abwehrspielern hatte, aus und schob den Ball nach einigen Metern Alleingang unhaltbar an Torben vorbei zur frühen Führung ins Netz. Nur vier Minuten später wiederholte sich die Szene in beängstigender Weise. Erneut stand der Stürmer klar im Abseits, lief mit Vorsprung auf Torben zu und schob den Ball an ihm vorbei. Der einzige Unterschied zum ersten Tor war aber, dass der Ball knapp am Gehäuse vorbeiging. Mit dieser Gelegenheit war der Überraschungsfaktor für uns aber passe. Fortan übernahmen wir immer mehr die Kontrolle über das Spiel und ließen kaum noch eine Torchance für unseren Gegner zu. Nach einer Viertelstunde münzten wir unsere Überlegenheit immer häufiger auch in Abschlüsse um. Zwei Direktabnahmen von Tim landeten dabei im Fangzaun, bevor Jan H. in der 27. Minute der Ausgleich glückte. Eine Flanke von Finn K. nahm Jan artistisch per Seitfallzieher und beförderte den Ball über den Umweg des Innenpfostens ins Netz. Nur zwei Minuten später hatte Tim die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss strich knapp über das Gebälk.

 

Für die zweite Halbzeit nahmen wir uns vor, den Druck, den wir in der letzten halben Stunde auf die gegnerische Abwehr ausgeübt hatten, aufrecht zu halten und den Ball noch schneller zu spielen. Das gelang über weite Teile der zweiten Halbzeit sehr ordentlich. Wir erspielten uns immer wieder Gelegenheiten, während Bemerode kaum noch zu Entlastungsangriffen kam. Leider vergaben Tim, Finn K., Marvin und Hanno (2x) auch die allerbesten Gelegenheiten, so dass es bis zur 72. Minute dauerte, bevor wir unseren zweiten Treffer erzielten. Wie so oft in solchen Spielen musste dafür eine Standardsituation herhalten. Ein Flatterball-Freistoß von Paul aus gut und gerne 30 Metern fand mit einer für den Torwart unberechenbaren Flugbahn seinen Weg ins Tor. Damit war das Spiel gelaufen. Der TSV lockerte seinen Abwehrverbund zwar ein wenig, konnte den Hebel jedoch nicht mehr auf Attacke umlegen. Ein wenig mehr Raum gab es für uns dadurch allerdings schon. Diesen nutzte Tim in der 75. Minute vortrefflich, indem er seinen Gegenspieler tunnelte und den Ball anschließend aus 16 Metern am Torwart vorbei zum 3:1 in die Maschen schoss. Der letzte Abschluss in diesem Spiel blieb Hanno vorbehalten, der mit seinem Kopfball aber neben das Tor zielte.

 

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel sowie dem Weiterkommen im Pokal haben wir einen guten Saisonstart hingelegt. Mal schauen, ob wir daran bei unserer ersten Auswärtspartie am kommenden Samstag anknüpfen können und etwas Zählbares aus dem Calenberger Land mitbringen.

 

Germania Attacke

1. Punktspiel VfR – SV Ahlem 14:0 (8:0)

 

Von der ersten bis zur letzten Spielminute lügt das Ergebnis nicht. Wir waren turmhoch überlegen und hätten bei einer besseren Chancenverwertung auch 25 Tore schießen können. Ahlem hatte keine einzige Gelegenheit.

 

Torschützen: Tim (5 Treffer), Finn K. (4), Marvin (3), Paul E. (1), Finn H. (1)

 

Germania Attacke

Bezirkspokal 1. Runde: JFV Süd (Bezirksliga) – VfR  0:1 (0:0)

 

Nach einer äußerst lehrreichen Saison in der Landesliga, die mit dem frühzeitig feststehenden und letztlich deutlich ausgefallenen Abstieg endete, hat uns in dieser Spielzeit die Bezirksliga wieder. Und auch in der Klasse konnten wir schon lange Zeit vor dem Anpfiff einiges lernen und werden dies in den nächsten Monaten auch weiterhin tun. Kaum waren die Nachwehen des Abstiegs ein wenig abgeklungen, da erreichte uns Mitte der Ferien eine Nachricht, auf die wir zunächst nur mit fassungslosem Kopfschütteln (ein Blick auf den Kalender zeigte uns sehr schnell, dass wir uns nicht im April befanden…) und später dann mit einem Versuch der Korrektur reagierten: Die Staffeleinteilung! Als einzige Mannschaft aus dem Kreis Hildesheim/Alfeld/Holzminden wurden wir in die Bezirksliga 2 verfrachtet, in der uns ausschließlich Mannschaften aus Hannover und dem Norden der Landeshauptstadt gegenüberstehen werden. Somit haben wir in dieser Saison längere Auswärtsfahrten vor der Brust als in der Landesliga. Statt einen Kilometer zum VfV-Borussia-Sportplatz zu laufen oder gute 10 Kilometer nach Harsum zu fahren, werden wir nun über 80 Kilometer nach Mandelsloh reisen. Da wusste wohl jemand nicht, wo Ochtersum liegt. Die Nachfrage beim Staffeleinteiler, ob eine Umsetzung in die Bezirksliga 3 (die Liga, in der uns Derbys und kurze Fahrten drohen würden ;)) noch möglich sei, wurde sehr schroff mit dem Hinweis abgewiesen, dass die Einteilung so schon seinen Sinn ergebe. So lernten wir bereits zu diesem frühen Zeitpunkt, dass wir nicht alles verstehen müssen und freuen uns auf eine Spielzeit, in der wir viele neue Sportplätze kennenlernen dürfen.

 

Ein wenig unsinnig, jedenfalls nach der Liga-Einteilungs-Logik, war dann unser erster Gegner im Bezirkspokal. Zum einen ist der JFV Süd im Kreis Hildesheim beheimatet und zum anderen kennen wir den Gegner aus der Vergangenheit recht gut. „Da lernt man ja nichts“, dachten wir uns deshalb im Vorfeld. Taten wir dann aber glücklicherweise doch, denn in keinem Spiel, bei dem wir bisher die Klingen kreuzten, standen die Jungs aus dem Südkreis defensiv so gut wie dieses Mal. Das führte in der ersten Halbzeit dazu, dass wir bei bestem Fritz-Walter-Wetter (strömender Regen) kaum einmal gefährlich vor das gegnerische Tor kamen. Trotz Dauerbelagerung der gegnerischen Hälfte und einem Ballbesitzanteil von annähernd 90% erspielten wir uns keine wirklich gute Torchance. Lediglich einige Fernschüsse oder verunglückte Abschlüsse konnten auf der Habenseite verbucht werden. Süd kam allerdings auch nur einmal annähernd gefährlich vor unser Tor.

 

Die Zuschauer erlebten einen Abnutzungskampf, der erst in der zweiten Halbzeit zu einer deutlich höheren Chancenfrequenz führte. Süd zollte dem riesigen Defensivaufwand, den sie betrieben und dem durch den Dauerregen immer schwerer werdenden Geläuf zunehmend Tribut. Wir verstärkten den Kraftabbau noch, indem wir das Spiel extrem in die Breite zogen und dadurch den Laufaufwand unseres Gegners weiter vergrößerten. Zwangsläufig ergaben sich so für uns Lücken, die wir nun wesentlich besser nutzten und phasenweise Torchancen im Minutentakt kreierten. Jan H. schoss eine Direktabnahme knapp über das Tor, Finn K. scheiterte an der Latte, Leon am Torwart und Tim an Latte und Pfosten. Das waren alles Riesenchancen, aber das verflixte Tor wollte zunächst einfach nicht fallen. Drei Minuten vor dem Abpfiff und somit kurz vor dem Elfmeterschießen (eine Verlängerung gibt es im Pokal nicht) wurden wir erlöst. Torben drosch einen Befreiungsschlag von Süd ebenso direkt wie humorlos weit in die gegnerische Hälfte zurück. Dort behinderten sich zwei Abwehrspieler gegenseitig und hinterließen Tim als lachenden Dritten. Seine flache Hereingabe musste Finn aus fünf Metern nur noch ins leere Tor schieben. Das war der erlösende Treffer, den wir uns nach einer deutlichen Leistungssteigerung auch redlich verdient hatten. Süd konnte den Hebel in den verbliebenen Minuten nicht mehr umbiegen, so dass unser Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

 

Germania Attacke

22. Punktspiel VfR – JSG Tündern/Afferde/Hilligsfeld 2:4 (2:3)

 

In unserem letzten Landesliga-Spiel ging es um nichts mehr. Wir standen ohnehin schon seit einigen Wochen als einer der vier Absteiger fest und unser Gegner aus Hameln seit ein paar Stunden ebenfalls, denn im „Parallelspiel“, das bereits um 10:00 Uhr in Pattensen angepfiffen wurde, konnte der heimische TSV seinen Vorsprung auf unseren heutigen Gegner durch einen 4:0-Sieg gegen die Vertretung des TSV Havelse auf uneinholbare vier Punkte ausbauen. Deshalb ging es in unserem Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen nur noch darum, den Sieger der goldenen Ananas zu ermitteln. Trotzdem nahmen wir uns vor, das Spiel nicht als Sommerkick anzugehen und um die Punkte zu kämpfen.

 

Am Anfang des Spiels klappte das ganz gut. In der siebten Minute passte Finn besser auf als sein Gegenspieler, lief zunächst in einen viel zu lasch gepassten Ball und anschließend gemeinsam mit Tim auf den Torwart zu. Da alle Gegenspieler geschlossen stehen blieben, war es für die beiden ein Leichtes, den Torwart auszuspielen. Finn passte quer und Tim schob ein. Einfacher geht es nicht. Die Freude über die Führung währte mal wieder nicht lange. Nur drei Minuten später glichen unsere Gäste ebenso leicht aus. Dieses Mal hatten wir keine Lust, einen Freistoß zu verteidigen und blieben einfach stehen, weshalb nun der gegnerische Spieler keine Probleme hatte, an Paul vorbei einzuköpfen. In der 18. Minute konnte Tündern, nachdem wir mit einer Reihe von Abwehrfehlern tatkräftige Unterstützung leisteten, mit einem platzierten Flachschuss in Führung gehen. Der Ausgleich lag fünf Minuten später in der Luft, als Finn nach einem sensationellen Pass von Jacob etwas zu weit nach außen abgedrängt wurde und den Ball aus ungünstigem Winkel verzog. In der 26. Minute gerieten wir nach einem Konter mit 1:3 in Rückstand, den wir umgehend mit unserem zweiten Tor verkürzen konnten. Finn drosch dabei den Ball aus 16 Metern nach einem Pass von Jan T. mit Vollspann am Torwart vorbei in die Maschen. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

 

Aus der kamen wir ziemlich gut heraus. Nach einem schönen Solo von Finn fehlte Tim die berühmte Stiefelspitze, um die Hereingabe verwerten zu können. Es blieb also beim knappen Rückstand, den Tündern in der 49. Minute nach einem Konter aber vergrößerte. Nach einer guten Stunde bot sich uns aus dem Nichts die Chance, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Nach einem völlig unberechtigten Platzverweis für den gegnerischen Stürmer spielten wir die verbliebenen 20 Minuten in Überzahl. Daraus machten wir aber viel zu wenig. Auch wenn unsere Kräfte, im erstaunlichen Einklang mit denen unserer Gäste übrigens, zusehends schwanden, sollte man den numerischen Unterschied viel deutlicher spüren, als das der Fall war. Die erste große Gelegenheit auf einen Treffer bot sich sogar der Mannschaft in Unterzahl. Nach einem Querschläger in unserer Abwehr scheiterte der gegnerische Stürmer mit seinem Schuss nur am Pfosten. Gleiches passierte auf der anderen Seite Tim mit seinem Abschluss aus 18 Metern in der 75. Minute. Das war gleichzeitig unsere letzte Torgelegenheit in der Landesliga, denn nach einer erstaunlich kurzen Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter ein paar Minuten später das Spiel und somit die Saison ab.

 

Eine Saison, die ganz anders verlief, als wir uns das im Vorfeld dachten. Mit lediglich drei Siegen und einem Unentschieden (bei 18 (!) Niederlagen) sind wir abgeschlagen abgestiegen. Mit Sicherheit war in vielen Spielen wesentlich mehr drin, aber es ist auch ein Zeichen fehlender Erfahrung (wir waren mit Havelse die jüngste Mannschaft) und Qualität, wenn alle knappen Spiele einer Saison verloren wurden. Da man bekanntlich in der Niederlage am meisten lernt, müssen wir im letzten Jahr richtig schlau geworden sein. Mal schauen, ob das stimmt und wir das in der Bezirksliga umsetzen können…

 

Germania Attacke

21. Punktspiel JSG Grasdorf/Wülfel – VfR 10:0 (3:0)

 

Zu diesem Spiel wird es aus einem sehr einfachen Grund keinen Spielbericht in der gewohnten Ausführlichkeit geben: Um ein Spiel in einem Bericht zusammenzufassen, muss dieses mit zwei Mannschaften stattgefunden haben. Das war an diesem Samstag nicht der Fall. In unserer Partie gegen Grasdorf/Wülfel gab es aber nur eine Mannschaft, die spielen wollte und uns. Deshalb sind die 80 Minuten sehr schnell zusammengefasst: Das Ergebnis lügt nicht!

 

Mehr muss zu dieser Peinlichkeit nicht geschrieben werden.

 

Germania Attacke

20. Punktspiel VfR – TuS Garbsen 1:4 (1:2)

 

Zum vorletzten Heimspiel empfingen wir mit dem Turn- und Sportverein aus Garbsen den einzigen Gegner, gegen den wir in der Hinrunde überhaupt keine Chance hatte. In allen anderen Partien spielten wir, auch wenn es am Ende fast immer eine Niederlage gab, zumindest phasenweise gut mit, doch gegen Garbsen hatten wir 80 Minuten überhaupt keinen Stich gesehen und verloren deutlich mit 0:7. Das wollten wir im Rückspiel besser machen, zumal unser Gegner in der Rückrunde auch nicht mehr so gut performte wie in den ersten 11 Spielen.

 

Nach zwei Minuten hatten wir das erste Teilziel erreicht. Marvin köpfte einen Eckball knapp über den Kasten. Damit hatten wir zu dem frühen Zeitpunkt schon eine Chance mehr als im Hinspiel. In der fünften Minute nutzte Garbsen einen Abwehrfehler gnadenlos aus und ging mit 1:0 in Führung. Da wir es inzwischen hinlänglich gewohnt waren, Rückständen hinterherzulaufen, schockte uns der Treffer nicht sonderlich. In der zehnten Minute starteten wir einen Angriff über die rechte Seite, von der Finn den Ball scharf vor das Tor brachte und Leon den Ball kaltschnäuzig zum Ausgleich versenkte. Die Freude über das Tor ließ uns prompt mal wieder die Abwehr vernachlässigen, so dass Garbsen nur zwei Minuten und etliche Fehler später zur erneuten Führung einschoss. Dieses Mal konnten wir den Ball gefühlte fünf Mal nicht entscheidend klären, bevor der gegnerische Stürmer die Einladung annahm und den Ball aus 18 Metern in die Maschen drosch. Der Treffer saß schon mehr. Lediglich in der 25. Minute bot sich uns noch eine Chance zum Ausgleich. Die hatte es dann aber auch in sich. Nach mehreren Einschussgelegenheiten (dieses Mal konnte Garbsen nicht klären), gelangte der Ball zu Tim. Der fackelte nicht lange und hob die Kugel elegant über den Torwart. Doch ein Abwehrspieler hatte den Braten gerochen und klärte artistisch mit einem Scherenschlag kurz vor der Torlinie. Das war es dann aber auch mit Chancen auf der Habenseite. Da Garbsen seine Gelegenheiten auch nicht besser nutzte, blieb es bis zur Pause bei dem knappen Rückstand.

 

Zur Halbzeit war also, im Gegensatz zum Hinspiel, noch alles drin. Das war es auch 20 Minuten später noch. In der Zeit hatte zunächst Garbsen zwei gute Gelegenheiten, die Torben aber stark vereitelte, bevor wir zwei Chancen nicht verwerten konnten, weil Finns Schuss gehalten wurde und Jans am Tor vorbeiflog. Mit zunehmender Spieldauer entblößten wir die Abwehr immer mehr. Das gab Garbsen die Möglichkeit für etwas, was sie wirklich gut können: Kontern. In der 71. Minute erzielten sie auf diese Weise zunächst das 3:1, um sechs Minuten später den Deckel mit dem vierten Treffer endgültig draufzumachen. Mit der klaren Führung im Rücken ereignete sich in der Schlussminute dann noch eine Szene, die völlig unnötig war. Im Mittelfeld hielt der gegnerische Spieler den Schlappen so fies über den Fuß von Marvin, dass er einen Bruch des Schienbeins billigend in Kauf nahm. Glücklicherweise stellte sich die Verletzung später „nur“ als starke Prellung heraus, die ein zweiwöchiges Sportverbot nach sich zieht. Da hatten wir bzw. Marvin noch einmal Glück im Unglück. Diese völlig sinnfreie Aktion hätte wesentlich schlimmer enden können.

 

Enden tut glücklicherweise nun auch die Saison. Unser Akku ist jedenfalls ziemlich leer und bedarf eines dringenden Reloadings über die Sommerferien. Mit der Niederlage sind wir nun auch rechnerisch abgestiegen, so dass die letzten beiden Saisonspiele bedeutungslos geworden sind.

 

Germania Attacke

19. Punktspiel TSV Havelse – VfR 4:3 (2:1)

 

Wenn man sich Namen wie „Vizekusen“, „Werkself“ oder „Meister der Herzen“ patentieren lassen kann, geht das vielleicht auch mit Ergebnissen. Sollte das möglich sein, so wäre für uns in dieser Saison das „3:4“ mit Sicherheit das Ergebnis, auf das wir uns die Urheberrechte eintragen lassen können. Zum insgesamt fünften Mal lautete genau so der Endstand bei einem unserer Spiele. Leider immer mit der niedrigeren Zahl auf unserer Habenseite. Auch gegen den TSV Havelse verloren wir, also der „VfR 3:4 Ochtersum“ mit unserem Lieblingsergebnis.

 

Dabei begann das Spiel wirklich gut. Wir gingen konzentriert zu Werke und konnten mit unserem ersten Angriff in der zweiten Minute sofort das erste Tor des Tages erzielen. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite flankte Tim flach vor das Tor, wo Leon den Ball mit viel Gefühl und somit unhaltbar genau neben dem Innenpfosten platzierte. Leider hatte die Führung keine lange Halbwertzeit, denn nach einem Konter in der zehnten Minute konnte die Heimmannschaft ausgleichen. Nach einer nur drei Minuten später überhastet vergebenen Großchance von Havelse entwickelte sich auf dem Kunstrasenplatz des TSV, der uns sehr stark an die Plätze, auf denen wir zu Ostern in Spanien spielten, erinnerte, ein technisch durchaus gutes Spiel zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten. In der 32. Minute wurden wir dann erneut ausgekontert. Havelse belohnte sich mit dem 2:1 für die nun größer werdenden Spielanteile allerdings nur, weil wir mit einem kapitalen Abwehrfehler tatkräftige Unterstützung lieferten. Bis zur Pause tat sich dann auf beiden Seiten nicht mehr viel.

 

Das änderte sich sofort mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte. Wir holten sofort einen Einwurf heraus, den wir gnadenlos in weitaus Zählbareres verwandelten. Jan T. warf den Ball in die Menge, von wo er irgendwie zu Tim gelangte, der keine Zehntelsekunde benötigte, um den Ball volley im langen Eck unterzubringen. Wir legten also erneut einen Blitzstart hin und wurden dieses Mal noch schneller wieder auf den Boden geholt. In der 44. Minute, also drei Zeigerumdrehungen später, lagen wir nach einem Freistoß schon wieder im Hintertreffen. Doch wir schlugen noch einmal zurück und näherten uns langsam unserem Lieblingsergebnis an. Nach einem Foul des Torhüters an Tim im Strafraum entschied der Schiedsrichter zu Recht auf Elfmeter. Paul ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 3:3. Die Gelegenheit, selber einmal mit 4:3 in Führung zu gehen, vergab nur zwei Minuten später Tim, der den Ball knapp verzog. Dafür gelang den Gastgebern in der 58. Minute der nächste Treffer. Nach einem Angriff über die rechte Seite hatte der Stürmer keine Probleme, den Ball an Paul vorbei ins Netz zu bugsieren. Das gelang seinem Kollegen in der 62. Minute nicht, dafür parierte Paul sensationell und bewahrte uns somit vor einem höheren Rückstand. Die Chance auf den Ausgleich nahm uns dann der Schiedsrichter. Erneut foulte der Torhüter im Strafraum (dieses Mal Leon), doch der Schiri konnte sich nicht zu einem Elfmeterpfiff durchringen, sondern entschied zu unserer Überraschung auf Stürmerfoul und somit Freistoß für Havelse. Das war definitiv die falsche Entscheidung. Davon ließen wir uns aber nicht entmutigen, sondern griffen weiterhin an, um doch noch irgendwie den Ausgleich zu erzielen. Wir entblößten notgedrungen die Abwehr und luden den TSV zu Kontern ein, die sie aber allesamt vergaben. Leider konnten wir uns keine gute Chance mehr herausspielen, so dass es letztendlich beim gewohnten Ergebnis blieb.

 

Durch unsere offene Spielweise in der letzten Viertelstunde konnte sich Havelse am Ende ein deutliches Chancenplus erspielen, so dass der Sieg letztlich in Ordnung ging. Bis dahin bot sich den Zuschauern ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir uns einen Punkt durchaus verdient hätten. Leider bekommen wir die gesamte Saison über viel zu viele leichte Tore. Mehr, als wir vorne schießen können. Rechnerisch haben wir zwar noch die Möglichkeit, die Klasse zu halten, aber realistisch betrachtet war das die letzte Chance. Die noch anstehenden drei Spiele sind deshalb schon als Vorbereitung auf die neue Saison zu sehen.

 

Germania Attacke

18. Punktspiel VfR – SV Alfeld 3:3 (0:3)

 

Unterschiedlicher als in diesem Spiel können zwei Halbzeiten kaum verlaufen. Einer katastrophalen ersten Hälfte folgte eine wirklich gute zweite. Am Ende kam ein Unentschieden heraus, dass keiner Mannschaft in irgendeiner Weise weiterhilft.

 

Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da lagen wir nach einem Kollektivschlaf unserer Abwehr auch schon im Hintertreffen. Alfeld nutzte unsere Träumerei gnadenlos aus und erzielte den ersten Treffer des Tages ohne sich nennenswert anstrengen zu müssen. Nach einer Viertelstunde, in der die Zuschauer sich weitestgehend mit höhepunktfreiem Mittelfeldgeplänkel zufrieden geben mussten, kamen wir allmählich besser in die Partie und vor allem auch häufiger in den gegnerischen Strafraum. Unsere größte Torchance verzeichnete Tim in der 22. Minute. Seinen Schuss lenkte der Torwart zur Ecke, die außer einer Notiz auf dem Chancenzettel leider nichts einbrachte. In der 27. Minute lagen wir mit 0:2 zurück, in der 32. sogar mit 0:3. Zu beiden Toren luden wir die Alfelder förmlich ein. Zunächst fiel dem gegnerischen Stürmer nichts Besseres ein, als aus 35 Metern einfach mal auf das Tor zu schießen, bevor wir beim dritten Treffer mit einem Schnittstellenpass höchst effektiv ausgekontert wurden. Nur der Erwähnung halber sei hier notiert, dass wir ab dem 0:2 keine nennenswerte Offensivaktion mehr hatten.

 

Solch eine grausame Halbzeit kann in fünf Minuten Pause eigentlich nicht abgestreift werden. Doch irgendwie bekamen wir es hin, dass die zweiten 40 Minuten völlig anders verliefen. Vom Anpfiff an berannten wir nun das Alfelder Gehäuse, während unser Gast von der Leine sich komplett aufs Verteidigen konzentrierte. Nicht mal zum Kontern hatten sie Zeit. Mit unserer ersten Gelegenheit scheiterte Jan H. am Torwart, bei der zweiten wurde Leos Schuss kurz vor der Torlinie geblockt und die dritte war drin. Finn wurde im Strafraum von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt, so dass dem Schiedsrichter nichts anderes übrig blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Paul verwandelte den Elfmeter nervenstark und leitete damit die Aufholjagd ein. In den folgenden 20 Minuten waren wir zwar total spielbestimmend, erspielten uns aber nicht die ganz großen Gelegenheiten. Entweder stand ein Alfelder im Weg oder der letzte Pass kam nicht genau genug oder wir schossen zu früh. Im Ansatz war das alles gut, im Endeffekt aber nicht zwingend genug. So dauerte es bis zur 72. Minute, ehe der nächste Treffer fiel. Aus 20 Metern zirkelte Paul einen Freistoß so gekonnt über die Mauer, dass der Ball unhaltbar im Dreieck einschlug. Nun hatten wir Blut geleckt und das Spiel nahm noch mehr Fahrt auf. Finn zielte in der 74. Minute knapp am Tor vorbei und Tim scheiterte vier Minuten später mit einer Volleyabnahme ebenfalls. Da Alfeld im Prinzip seit der dritten Minute auf Zeit spielte und es darüber hinaus auch die eine oder andere Verletzungsunterbrechung gab, waren die vom Schiedsrichter angezeigten drei Minuten Nachspielzeit durchaus gerechtfertigt. In der 82. Minute rettete uns Paul die Chance auf einen Punktgewinn, weil er im 1 gegen 1 die Oberhand behielt und dadurch die einzige Alfelder Gelegenheit in der zweiten Halbzeit entschärfte. In der 83. Minute gab es noch einmal Freistoß für uns. Die Hereingabe von Paul landete bei einem Alfelder Spieler, der bei seinem Befreiungsschlag nur den von der Seite hereinspringenden Finn anschoss von wo aus der Ball zu Tim gelangte. Der blieb kalt wie eine Hundeschnauze und schoss den Ball überlegt am Torwart vorbei zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich ins Netz.

 

So endete ein hochdramatisches Spiel mit dem Ergebnis, dass, wie eingangs bereits erwähnt, vermutlich keiner der beiden Mannschaften im Abstiegskampf weiterhilft. Wir haben immerhin ein wenig Rückenwind für die nächste Partie, weil das Spiel eigentlich schon verloren war. 

 

Germania Attacke

17. Spieltag VfR – VfL Bückeburg 2:1 (1:0)

 

Endlich war er da! Der erste Sieg für uns im Jahr 2017 und der dritte Sieg in dieser Saison. Nach den guten Leistungen vor unserer Fahrt über die Osterferien nach Barcelona und dem dortigen erfolgreichen Auftreten (immerhin belegten wir bei der 23. Copa Santa von 26 Teilnehmern einen respektablen dritten Platz), rechneten wir uns vor der Partie durchaus Chancen auf einen dreifachen Punktgewinn aus. Und den holten sich die Jungs vollauf verdient.

 

Dieses Mal war von unserer üblichen Schlaf-Viertelstunde zu Spielbeginn nichts zu sehen. Vom Anpfiff an attackierten wir die Bückeburger früh und verlagerten somit das Spiel für die erste Halbzeit komplett in die gegnerische Hälfte. Nach einem unglücklichen Pass des Torhüters konnten wir bereits in der 6. Minute zum ersten Mal jubeln. Jan M. (!) nahm den Fehlpass auf und schoss ihn äußerst überlegt (!!) aus 40 Metern (!!!) in die freie rechte Torecke. Dieser Treffer gab uns noch mehr Aufschwung. Bückeburg hatte in den ersten 40 Minuten lediglich eine Torannäherung, während wir noch 3-4 Hochkaräter teilweise kläglich vergaben. Das war in der ersten Halbzeit dann aber auch das wirklich einzige Manko, denn sowohl vom spielerischen Aspekt als auch von der kämpferischen Einstellung konnten wir uns keine Vorwürfe machen.

 

So appellierten wir in der Pause auch nur daran, so weiterzuspielen wie bisher. Das gelang sehr überzeugend, obwohl wir bereits in der 41. Minute den aus Bückeburger Sicht schmeichelhaften und extrem glücklichen Ausgleich schlucken mussten. Eine eigentlich vom gegnerischen Spieler gedachte Flanke in den Strafraum mutierte windbedingt aus unmöglichem Winkel (Torauslinie!) zu einem Torschuss, der genau im linken oberen Torgiebel einschlug. Doch davon ließen wir uns dieses Mal überhaupt nicht beeindrucken. Sofort nach dem Treffer nahmen wir das Zepter des Handelns wieder in die eigenen Hände und spielten genauso wie in der ersten Hälfte. In der 47. Minute belohnte uns Jacob mit der erneuten Führung. Nach einer Ecke fiel der Ball, nachdem er einige Umwege durch den Strafraum genommen hatte, genau an der Stelle vom „Himmel“, an der Jacob mit seinem Kopf auf ihn wartete. In seiner Entstehung ein durchaus glücklicher Treffer, den wir uns dieses Mal aber redlich verdient hatten. In der Folge bot die zweite Halbzeit eine erstaunliche Parallele zur ersten. Unsere Premierentorchance nutzten wir beide Male, danach wollte uns trotz drückender Überlegenheit und teils sehr guten Gelegenheiten kein weiteres Tor gelingen. Da auch Bückeburg keine Leistungssteigerung zu verzeichnen hatte, konnten wir die 2:1-Führung recht locker nach Hause bringen.

 

Zum ersten Mal in dieser Saison konnten wir über volle 80 Minuten genau das auf den Rasen bringen, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Und schon sprang für uns ein Sieg heraus. In allen anderen Partien hatte wir immer wieder Phasen, in denen wir uns Pausen nahmen und Gegentore kassierten. Endlich belohnten wir uns einmal für unsere Leistung.

 

Germania Attacke

 

16. Punktspiel VfR – 1. FC Wunstorf 3:4 (1:3)

 

Es ist zum Mäusemelken. Wir schaffen es einfach nicht, unser Leistungsvermögen über die volle Spielzeit abzurufen. Wie in der Vorwoche gegen den Tabellenführer aus dem Calenberger Land war es auch an diesem Spieltag gegen den Tabellenfünften  aus Wunstorf: Bevor wir im Spiel waren, hatten wir es eigentlich schon verloren…

 

Die ungewöhnliche Anstoßzeit am Freitagnachmittag hätte uns eigentlich gelegen kommen müssen. Genau zum Zeitpunkt des Anstoßes um 17 Uhr beginnt im Normalfall unsere Trainingseinheit. Es war aber trotzdem eine blöde Zeit. Wie vor einem normalen Training verhielten wir uns nämlich vor dem Spiel. Statt eines konzentrierten Aufwärmprogramms bevorzugten wir die Variante „Ringelpiez mit Anfassen“. Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass wir die erste Viertelstunde benötigten, um überhaupt ein wenig ins Schwitzen zu kommen und eine Einstellung zum Spiel zu finden. Das führte dazu, dass wir von den ersten vier Ecken unseres Gegners lediglich eine verteidigen konnten und dafür drei Mal die Kugel aus dem Netz holen mussten. So wird das natürlich ziemlich schwer mit einem Sieg. Immerhin fingen wir uns danach zusehends und vermieden in der Folge zum einen weitere Chancen und zum anderen weitere Eckbälle. In der 29. Minute traten wir dann auch zum ersten Mal offensiv in Erscheinung und trafen bei einem Abschluss aus 14 Metern in Person von Finn prompt das Außennetz. Eine Minute später war Tim nach einer schönen Vorlage von Hanno erfolgreicher und erzielte mit einem Flachschuss aus etwa acht Metern unser erstes Tor des Tages. Der Rest der Halbzeit glich einem Abnutzungskampf im Mittelfeld ohne nennenswerte Toraktionen.

 

Die gab es, nachdem die Jungs mit einer Standpauke zur Halbzeit endgültig geweckt wurden, kurz nach der Pause. In der 46. Minute zeigten wir, dass wir bei Eckbällen in der Offensive genauso gefährlich agieren wie bei Eckbällen gegen uns. Marvin nutzte die Konfusion in der gegnerischen Abwehr aus und knallte den Ball aus wenigen Metern in die Maschen. Nur eine Minute später setzte Finn sich mit einem Solo durch und passte den Ball so exakt auf den Fuß des gerade eingewechselten Leo, dass dieser ganz locker zum Ausgleich einschieben konnte. In dieser Phase des Spiels wirkte unser Gast aus Wunstorf genauso orientierungslos wie wir in der ersten Halbzeit. Der Unterschied war, dass die Gäste sich keinen weiteren Treffer fingen. Im Gegenteil: In der 59. Minute gingen sie nach einem Solo mit überlegtem Abschluss aus 18 Metern erneut in Führung. In dem nun wieder verteilten Spiel bot sich uns noch ein Hochkaräter zum Ausgleich. Leo kam nach einem Freistoß in der 71. Minute aus elf Metern frei zum Abschluss und zielte genau in die untere linke Torecke. Der gegnerische Torhüter zeigte aber die Parade des Tages und ließ unseren Torschrei in der Kehle verstummen. Danach öffneten wir die Abwehr noch mehr, wodurch wir Wunstorf zum Kontern einluden. Diese konnten sie aber ebenso wenig verwerten, wie wir uns weitere Chancen herausspielten.

 

Somit endete für uns zum vierten Mal in dieser Saison ein Spiel mit 3:4. In jeder der Partien kassierten wir Gegentreffer, weil wir längere Phasen der Unkonzentriertheit und fehlenden Einstellung hatten. In jedem der Spiele haben wir aber auch gezeigt, dass wir mit unseren Gegnern mithalten können, wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen. Dass muss aber auch mal über die vollen 80 Minuten passieren.

 

Nun gilt unser Fokus aber erst einmal nicht der Liga sondern unserer Fahrt nach Barcelona. Über die Ostertage nehmen wir dort an einem internationalen Turnier teil, schauen uns den großen FC Barcelona live im Stadion an und  werden die übrige Zeit bestimmt auch sinnvoll nutzen. Hasta Luego!

 

Germania Attacke

15. Punktspiel Calenberger Land – VfR 4:3 (3:1)

 

Klarer als vor diesem Spiel können die Rollen kaum verteilt sein: Auf der einen Seite der Landesliga-Tabellenführer, amtierende Hallen-Futsal-Bezirks- und Niedersachsenmeister sowie Dritte der Norddeutschen Futsal-Meisterschaft (Herzlichen Glückwunsch ihr Titelhamster;)) und auf der anderen Seite wir. Das sah doch im Vorfeld sehr eindeutig aus, wurde es aber nicht.

 

Die Jungs aus dem Calenberger Land (das ist die Gegend rund um Barsinghausen) begannen wie ein Titelfavorit und schnürten uns eine gute Viertelstunde lang komplett in unserer Hälfte ein. Angefeuert von ihrem unablässig „Drrruuuckkk“ rufenden Torwart setzten die Feldspieler seine Forderung ein“druck“svoll in die Tat um. Sie machten das Spiel extrem breit und berannten permanent unser Tor. Wir hingegen versuchten die unzähligen Brandherde irgendwie zu löschen. Zwangsläufig kamen die Calenberger zu Torchancen und nutzten bis zur 17. Minute zwei davon zu Treffern. Wir tauchten in der gegnerischen Hälfte überhaupt nicht auf. Doch nach etwa 20 Minuten nahm das Spiel einen gänzlich anderen Verlauf. Ohne ein im Nachhinein nachvollziehbares Ereignis stellten wir uns viel besser auf das gegnerische Spiel ein und ließen bis zur Pause quasi keine Chance mehr zu. So gewannen wir deutlich an Sicherheit und kamen nun unsererseits auch zu ersten Gelegenheiten. Nach einer Ecke köpfte Marvin sehenswert und für den Torwart unerreichbar in die rechte Ecke. Leider war aber der Pfosten von einem Feldspieler besetzt, der akrobatisch auf der Torlinie rettete und so einen sicheren Treffer verhinderte. In der 37. Minute kam aber jede Rettung zu spät. Nach einem Doppelpass mit Daniel zielte Leon aus knapp 20 Metern sehenswert und unerreichbar für den Torwart in den rechten oberen Torwinkel. Bei dem knappen Pausenrückstand sollte es aber nicht bleiben, denn die Calenberger erzielten noch einen ebenso sehenswerten Treffer. Beim letzten Angriff der ersten Halbzeit veredelte die gegnerische Spielerin eine Flanke von der rechten Seite per Volleyabnahme über Paul hinweg zum 3:1.

 

Im Gegensatz zur Vorwoche sollte uns dieses Mal der späte Treffer aber nicht die Moral rauben. Im Gegenteil: Wir knüpften nahtlos an die gute Leistung der letzten 20 Minuten an und ließen unseren Gegner nicht ins Spiel kommen. In der 44. Minute belohnten wir uns mit dem erneuten Anschlusstreffer. Finn stand dort, wo ein Stürmer stehen muss, um nach einem Freistoß den abgeprallten Ball per Abstauber ins Gehäuse zu befördern. Dieses Tor machte den Tabellenführer nervös und ließ ihn die Taktik ändern. Fortan versuchten die Calenberger, die Entscheidung über Konter herbeizuführen. Zunächst brachten diese aber entweder nichts ein oder wurden teilweise kläglich vergeben. In der 64. Minute aber war ein weiterer Versuch vom Erfolg gekrönt. Über die rechte Seite wurde ein Angriff schneller vorgetragen, als unsere Abwehrspieler zurückeilen konnten und der gegnerische Stürmer hatte keinerlei Mühe, die perfekte Hereingabe im leeren Tor unterzubringen. Die endgültige Entscheidung war damit aber noch nicht gefallen. Wir ließen uns auch von dem Gegentreffer nicht verunsichern und kamen zum dritten Mal in diesem Spiel zum Anschlusstreffer. Ein kapitaler Fehlpass des Heimtorwarts, der von Jan unter „Drrruuuckkk“ gesetzt wurde, landete direkt vor den Füßen von Finn. Der konnte von mehreren Gegenspielern nicht vom Ball getrennt werden und hatte zudem noch das Auge für Jan, der Finns Querpass mühelos zum 3:4 einschieben konnte. In den verbleibenden vier Minuten bis zum Schlusspfiff, passierte dann nicht mehr viel, so dass es bei der knappen Niederlage blieb.

 

Insgesamt haben wir uns teuer verkauft und nach langer Zeit mal wieder ein sehr gutes Spiel gemacht. Aufgrund der nervösen ersten 20 Minuten ist unsere Niederlage verdient. Die restlichen 60 Minuten gegen den Tabellenführer sollten uns allerdings Mut machen.

 

Germania Attacke

14. Punktspiel VfR – Arminia Hannover 3:6 (1:2)

 

So dürftig unsere Leistungen in den vergangenen Spielen auch waren, gegen Arminia hatten wir eine begründete Hoffnung, den Bock endlich umzustoßen. Im Hinspiel boten wir bei der 0:2-Niederlage eine couragierte Leistung gegen einen Gegner, dem wir mit zunehmender Spieldauer immer mehr auf Augenhöhe begegneten. Wenn uns das dieses Mal vom Anpfiff an gelingen würde, sollten wir nicht chancenlos sein.

 

Die ersten Minuten gehörten allerdings wie schon im Hinspiel eindeutig unseren Gästen aus der Landeshauptstadt. Wir wurden in die eigene Abwehr gedrängt und konnten mit ein wenig Glück die Anfangsviertelstunde schadlos überstehen. Nachdem Arminia zwei ordentliche Gelegenheiten nicht nutzen konnte, machten wir uns in der 23. Minute erstmals nennenswert auf den Weg in die gegnerische Hälfte und holten prompt einen Freistoß heraus. Diesen löffelte Jan H. so gefühlvoll in den Strafraum, dass Tim (!) mit seinen geschätzten anderthalb Metern ein Kopfballduell gegen die Arminen-Hünen gewann und Marvin aus kürzester Distanz zu unserer Führung abstauben konnte. Dieser Treffer sollte uns eigentlich Sicherheit geben, führte aber leider zu wütenden Angriffen Arminias. Nach einer halben Stunde klärte Paul einen raffiniert aufs kurze Eck geschossenen Hochkaräter mit einem sehr guten Reflex zur Ecke, aus der nur eine Minute später der Ausgleich resultierte. Wir klärten den Ball nicht energisch genug und Arminia hatte sich in der letzten halben Stunde ein wenig Glück durchaus verdient. Der viel zu kurz abgewehrte Ball fiel einem Arminen direkt vor die Füße, von wo aus er per Direktabnahme sofort wieder zurück ins Getümmel befördert wurde und schließlich abgefälscht im Netz landete. Im psychologisch ungünstigsten Moment mussten wir eine Minute vor dem Halbzeitpfiff noch einen weiteren Treffer quittieren. Ein Angriff über die linke Seite brachte Arminia die knappe Halbzeitführung und uns einen weiteren Wirkungstreffer ein.

 

Auch die Pause brachte keine wirkliche Linderung. Vom Anpfiff zur zweiten Halbzeit weg begannen 10 Minuten, die unter dem Motto „Tag der offenen Tür“ standen. Eingeläutet wurde das Spektakel von einem Pfostentreffer, beendet von einem Stokel-Tor. Nach einer Doppelchance mit besagtem Pfostenschuss und einer anschließenden tollen Parade von Paul, war in der Folge jeder Schuss ein Treffer. Arminia erzielte nach einer Ecke das 1:3 und direkt mit dem nächsten Angriff noch einen Treffer. Dann waren nach einem langen Abschlag Pauls und der anschließenden Kopfballverlängerung von Finn wir in Person vom anderen Paul an der Reihe und erzielten unser zweites Tor, bevor, erneut im Gegenzug, Arminia mit einem Tor aus dem Gewühl heraus auf 2:5 stellte. Im Anschluss kehrte ein wenig Ruhe ein. Vier Tore in sechs Minuten mussten auch auf dem Platz erst einmal verarbeitet werden. In der Gewissheit, das Spiel gewonnen zu haben, nahmen die Arminen den Fuß vom Gas und auch wir stabilisierten uns etwas. In der 68. Minute keimte wieder ein wenig Hoffnung auf, nachdem Finn einen Eckball sehenswert ins Tor köpfte. Einen letzten Pfeil hatte uns Gast aber noch im Köcher. Zwei Minuten vor dem Abpfiff knallten sie den Ball an die Latte, von wo er einem in außerordentlich abseitsverdächtiger Position stehenden Stürmer direkt vor die Füße fiel und einen Moment später im Netz zappelte.

 

Nachdieser verdienten Niederlage bleiben wir damit auch im sechsten Heimspiel ohne Punktgewinn. Da trifft es sich doch ganz gut, dass wir am nächsten Wochenende wieder reisen dürfen, auch wenn der Spielplan uns zum Tabellenführer ins Calenberger Land führt. Dort gibt es dann für uns überhaupt nichts zu verlieren.

 

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13. Punktspiel TSV Pattensen – VfR 3:1 (2:1)

 

Auch in diesem Spiel eilte uns eine Aura des Respekts voraus. Anders ist es nicht zu erklären, dass dieses Spiel bei äußerst widrigen Bedingungen überhaupt angepfiffen wurde. Nach tagelangen Regenfällen vor dem Spiel rechneten wir mit einem sehr tiefen Geläuf und waren ein wenig überrascht, dass der Platz in einem recht ordentlichen Zustand war. Dass die Bedingungen trotzdem irregulär waren, lag deshalb weniger am Platzzustand als vielmehr an den orkanartigen Böen, die über die Pattensener Anlage peitschten. Bei solch einem Sturm ist an ein vernünftiges Fußballspiel nicht zu denken. Diese Ansicht vertraten immerhin vier andere Trainer des TSV, denn von fünf an diesem Wochenende angesetzten Heimspielen fand genau eines statt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

 

Aber die „Taktik“ ging voll auf. Pattensen war sowohl in der Halbzeit, in der sie gegen den Wind spielten als auch in der mit Rückenwind besser als wir. In den ersten 40 Minuten hatten wir den Wind seitlich im Rücken und setzten uns deshalb die gesamte Zeit in der gegnerischen Hälfte bzw. unserer linken Angriffsseite fest. Über rechts war an ein Spiel nicht zu denken, denn der Wind wehte jeden Ball umgehend auf die linke Seite. Vielleicht wäre das Spiel anders verlaufen, wenn der Schiedsrichter beim Stand von 0:0 das klare Foul an Finn mit dem fälligen Elfmeter geahndet hätte. So aber ging Pattensen in Führung und wir liefen dem Rückstand hinterher. Unser Gegner schaffte es in der Halbzeit drei Mal, sich aus unserem „windunterstützen Angriffswirbel“ zu befreien und erzielte dabei zwei Treffer zum 2:0. Wir hingegen waren nur ein Mal erfolgreich. Dass Tim mit seinem Hammer aus gut 20 Metern das schönste Tor des Tages schoss, war dabei kein Trost.

 

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Nun drückte Pattensen uns komplett in unsere Hälfte und wir schafften es nicht, gefährlich vor das gegnerische Tor zu gelangen. Im Gegenteil, wir konnten froh sein, nicht frühzeitig in einen höheren Rückstand zu geraten. Nachdem wir zwei Mal Glück hatten, dass Pfosten und Latte uns vor dem dritten Gegentreffer bewahrten, zielte ein Pattensener Spieler nach einem schönen Spielzug und vorausgegangenem Grundlinienrückpass genauer und machte den Sack in der 76. Minute mit dem 3:1 endgültig zu. Danach war aus dem Spiel die Luft endgültig raus.

 

Somit verloren wir das vorweggenommene Endspiel um den Klassenerhalt bei einem direkten Konkurrenten und müssen nun auf ein kleines Wunder hoffen, um den Abstieg zu vermeiden. Leichter wird es nach dieser Niederlage bestimmt nicht.

 

Übrigens ließ der Wind in Halbzeit zwei ein wenig nach und konnte auf der „Beaufort-Windskala“ von „Orkan“ auf „Sturm“ zurückgestuft werden.

 

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12. Punktspiel Hannoverscher SC – VfR 7:0 (5:0)

 

Nach einer Hallenrunde mit Licht und Schatten und einer Vorbereitung auf die Rückrunde, die den Namen nicht im Ansatz verdiente, bescherte uns der Spielplan mit dem HSC einen Gegner, der tabellarisch nicht weiter von uns entfernt stehen konnte. Dass uns der Herbstmeister trotzdem einiges zutraute, zeigte eine kleine Anekdote im Vorfeld des Spiels. Angesetzt war die Partie auf dem Rasenplatz im Stadion, der nach Aussage des HSC aber nicht bespielbar war und wir deshalb auf den Kunstrasenplatz ausweichen müssten. Auf dem hatten die Jungs aus der Landeshauptstadt den kompletten Winter über trainiert. Sogar die Hallenrunde wurde dafür „hergeschenkt“. Wir waren einverstanden und wunderten uns zu Spielbeginn, dass zeitgleich im Stadion die Zweite des HSC kickte…

 

Dieser Raffinesse hätte es wahrscheinlich nicht einmal bedurft. Der HSC kam aus den Startlöchern, als hätte es keine mehrmonatige Pause gegeben und wir steckten noch im tiefsten Winterschlaf. Bei konsequenter Chancenverwertung des HSC hätten wir uns nach einer halben Stunde nicht über ein 0:7 beschweren dürfen, so stand es „nur“ 0:3 bis wir zu unserer ersten Rückrundenchance kamen. Finn scheiterte nach einem Solo aber am gegnerischen Torhüter. Bei unserer zweiten Chance, dieses Mal konnte Finn einen schweren Abwehrfehler nicht nutzen und fand erneut im Torwart seinen Meister, stand es bereits 0:4 und mit dem Halbzeitpfiff legte der HSC noch einen weiteren Treffer nach.

 

Ein Debakel zeichnete sich ab. Immerhin führte die Halbzeitansprache dazu, dass wir uns in den zweiten 40 Minuten nicht mehr kampflos ergaben, sondern nun auch einmal dagegenhielten. So spielte sich das Geschehen eine knappe halbe Stunde lang zwischen den Strafräumen ab und es gelang uns, die Chancenflut des HSC aus der ersten Halbzeit deutlich einzudämmen. Wir hatten in der Zeit allerdings auch keine Chancen. In der 26. Minute fasste sich ein HSC-Spieler ein Herz und machte mit einem unhaltbaren 18 Meter-Schuss das halbe Dutzend Tore voll. In den letzten fünf Minuten bot sich uns in Person von Finn und Tim zwei Mal die Gelegenheit zum Ehrentreffer, doch nicht einmal der wollte an diesem Tag gelingen. Stattdessen glückte einem HSC-Spieler mit dem Schlusspfiff ein Sonntagstreffer zum 0:7-Endstand.

 

Das war ein Rückrundenauftakt zum Vergessen. Mit solch einer katastrophalen ersten Halbzeit ist es schade um die verschenkten 40 Minuten, die kein Beteiligter wieder bekommt. Unsere Steigerung in der zweiten Hälfte, die sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass unser Gegner zwei Gänge zurückgeschaltet hat, sollte uns dennoch wenigsten ein wenig Mut für die kommende Woche geben. Dann reisen wir zum wesentlich entscheidenderen Spiel nach Pattensen.

 

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11. Punktspiel JSG Tündern/Afferde/Hilligsfeld – VfR 4:3 (1:2)

 

Und täglich grüßt das Murmeltier, Tag 2. Mit deutlich anderer Dramaturgie verloren wir zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche mit 4:3 und zum zweiten Mal war die Niederlage völlig unnötig. Auf knüppelhart gefrorenem und für uns ungewohntem Kunstrasen durften wir am Samstag bereits um 11 Uhr auflaufen, nachdem die Partie aus irgendwelchen Gründen von oberster Bezirksstelle um drei Stunden vorverlegt wurde. Da wir am Wochenende sowieso nicht gerne lange schlafen, traten wir um kurz vor neun den Weg nach Hameln an.

 

Die einstündige Fahrt machte uns überraschend wenig aus, so dass wir ganz ordentlich ins Spiel kamen. Da von unserem Gegner bis auf die Anfahrt das Gleiche behauptet werden kann, entwickelte sich ein Spielbeginn, bei dem Tündern etwas mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte, wir dafür die erste Torchance. Beim Grundlinienrückpass von Finn startete Corvin aber einen Moment zu spät, weshalb wir statt der frühen Führung lediglich den ersten Eckball des Spiels notierten. In der 22. Minute begann dann unser Murmeltiertag, der mit verändertem Verlauf das gleiche Ergebnis wie vor einer Woche brachte. Exakt zur gleichen Spielminute wie gegen Grasdorf gerieten wir durch einen kapitalen Fehler in Rückstand. Nach einem harmlosen Eckball Tünderns warf sich dieses Mal Paul den Ball selbst ins Tor. Der große Unterschied zur Vorwoche war dieses Mal die Reaktion der Mannschaft. Wir spielten einfach weiter und hätten uns nur eine Minute nach dem Rückstand schon belohnen müssen, doch leider schob Leon freistehend den Ball aus elf Metern knapp am leeren Tor vorbei. Doch nicht einmal nach dieser vergebenen Hundertprozentigen ließen wir die Köpfe hängen. Nachdem Paul in der 27. Minute einen höheren Rückstand verhinderte drehten wir innerhalb von drei Minuten die Partie. Tim veredelte ein tolles Zuspiel von Jacob mit einem herrlichen Schuss aus 18 Metern über den Torwart hinweg zum Ausgleich. Zwei Minuten später verwechselte Finns Gegenspieler die Sportart, indem er ihn im griechisch-römischen Stil von den Beinen holte und dem Schiedsrichter nichts anderes übrig blieb, als auf Elfmeter zu entscheiden, den Marvin sicher verwandelte. Danach hatten wir das Spiel im Griff und mussten nur noch eine Schrecksekunde in der 40. Minute überstehen, als der gegnerische Stürmer mit einem Kopfball an der Latte scheiterte.

 

In die zweite Hälfte kam Tündern besser als wir. Doch nachdem wir eine Doppelchance in der 46. Minute schadlos überstanden hatten, entwickelten wir wieder mehr Offensivdrang und wurden in der 55. Minute belohnt. Den gerade eingewechselten Pascal hatte kein Gegenspieler auf dem Schirm, so dass er wenig Mühe hatte, die präzise Vorlage von Tim mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke zu krönen. Nur drei Minuten später erzielte Pascal sogar unseren vierten Treffer, dem aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung aber die Anerkennung verwehrt blieb. So sahen wir uns mit einer Zwei-Tore-Führung im Rücken immer wütender werdenden gegnerischen Angriffen gegenüberstehen. Mit dem 2:3 in der 65. Minute, dass durch einen unglücklich unter die Latte abgefälschten Ball aus 16 Metern zustande kam, nahm das Drama dann seinen Lauf. Wir kämpften aufopferungsvoll, befreiten uns aber immer seltener aus der Umklammerung unseres Gegners, der trotz Dauerdrucks keine glasklaren Chancen zu verzeichnen hatte. Der Ausgleich kam dann nach einer Ecke und einem deutlichen, leider nicht vom Schiedsrichter geahndeten, Foulspiel an Marvin zustande. Spätestens mit dem 4:3 in der Schlussminute, als ein Freistoß aus knapp 30 Metern zentral in unserem Tor einschlug, wähnten wir uns wie Bill Murray am Murmeltiertag in einer Endlosschleife.

 

Wie gegen Grasdorf stehen wir erneut ohne Punkte da. Und erneut ist es völlig unverständlich, dass wir nicht wenigstens einen Punkt aus Hameln mit nach Hause gebracht haben. Zum Glück ist die furchtbare Hinrunde jetzt erst einmal zu Ende.

 

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10. Punktspiel VfR – JSG Grasdorf/Wülfel 3:4 (2:3)

 

Das Spiel durften wir nie im Leben verlieren! Niemals! Mit dem Alfeld-Sieg im Rücken drückten wir die Grasdorfer, die für alle Zuschauer deutlich sichtbar die Bürde von fünf zum Teil sehr happigen Niederlagen am Stück schulterten, vom Anpfiff an in die eigene Hälfte. Unser Gegner fand gar nicht statt und es war nur eine Frage der Zeit, wann wir endlich in Führung gingen. Doch nachdem unsere ersten Gelegenheiten durch Fin-Louis, Jacob und Paul allesamt am Gehäuse vorbeiflogen, lagen wir plötzlich hinten, ohne das Grasdorf eine einzige Torchance hatte. In der 22. Minute schätzte Torben eine harmlose Bogenlampe völlig falsch ein und griff zwei Mal am Ball vorbei, bis ein JSG-Spieler dem unwirklichen Treiben ein Ende bereitete und den Ball über die Linie schob. Mit dem Treffer war unsere Dominanz völlig verflogen und wich einer alle VfR-Spieler erfassenden Lethargie, während unser Gegner sein Glück kaum fassen konnte. Nach einer guten halben Stunde erreichte der Glückspegel unserer Gäste ungeahnte Ausschläge. Nach zwei weiteren kapitalen und kollektiven Aussetzern in unserer Abwehr führte die JSG mit 3:0, ohne dass sie selbst wusste, wie es dazu kam. Doch ähnlich, wie gähnende Menschen auf die Umgebung häufig ansteckend wirken, ließen sich nun die Grasdorfer nicht lumpen und schlossen sich unserem Harakiri-Spiel an. Zwei dicke Patzer in ihrer Abwehr konnte Finn in der 38. und 40. Minute nutzen, so dass wir „nur“ mit einem 2:3-Rückstand in die sehr laute Halbzeitpause gingen.

 

Nach der Pause bot sich den Zuschauern ein Spiel zweier Mannschaften, denen der Kampf gegen den Abstieg deutlich anzusehen war. Klare Chancen waren zunächst Mangelware, krasse Abwehrfehler nun aber auch. Die erste Gelegenheit der zweiten Halbzeit bot sich Paul, dessen Schuss vom Gästekeeper gehalten wurde. In der 52. Minute gelang uns dann der verdiente Ausgleich. Eine Ecke von Paul wuchtete Fin-Louis per Kopf mit brachialer Gewalt zum 3:3 ins Dreieck. Nur zwei Minuten später hatte Finn unsere Führung auf dem Schlappen, doch leider scheiterte er mit seinem Schuss am Torwart. In der 59. Minute lagen wir wieder zurück. Wir verloren den Ball im Spielaufbau und unser Gegner konterte perfekt. Die Flanke von der rechten Angriffsseite verwandelte ihr Stürmer sehenswert per Direktabnahme zur erneuten Führung. Davon erholten wir uns nicht mehr. Grasdorf vergab in der Folge zwei Mal die Vorentscheidung, indem der Stürmer zunächst mit einem Heber und anschließend an der Latte scheiterte. So durften wir bis in die Nachspielzeit zumindest auf den Ausgleich hoffen, der aber trotz zweier gut getretener Freistöße von Paul nicht mehr fallen sollte.

 

Das war ein krasser Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Einen Gegner, der mit uns tief im Keller der Tabelle feststeckt und ohne jegliches Selbstbewusstsein antritt, dürfen wir mit solchen haarsträubenden Fehlern nicht aufbauen. Und selbst dann, wenn wir nach dem ersten Gegentor einfach so weiter gespielt hätten, wie vor dem Treffer, wären die Punkte mit Sicherheit am Philosophenweg geblieben. Nach einem wirklich guten Beginn folgten die mit Abstand schlechtesten 12 Minuten der gesamten Saison, die quasi mit drei Eigentoren „gekrönt“ wurden. Den Schock müssen wir uns nun schleunigst aus den Knochen schütteln, damit wir die fehlenden drei Punkte am nächsten Wochenende aus Hameln mitbringen.

 

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9. Punktspiel SV Alfeld – VfR 1:3 (0:2)

 

Mit unserem heutigen Gegner verbindet uns seit vielen Jahren eine große sportliche Rivalität. Während es dabei in der Vergangenheit immer um die Vorherrschaft im Kreis ging, standen wir uns nun zum ersten Mal als Kellerkinder gegenüber. Und wie es in den Niederungen der Tabelle üblich ist, stellten wir uns auf ein kampfbetontes Spiel ein. Damit sollten wir gar nicht so falsch liegen…

 

Doch zu Beginn des Spiels waren beide Teams vom Kampf noch ein gutes Stück entfernt. Spielerisch leicht und auf überraschend wenig Gegenwehr stoßend setzte Finn sich in der dritten Minute über die linke Seite durch und passte den Ball auf den frei stehenden Tim, der bei seinem Abschluss leider in Rücklage geriet, so dass der direkt genommene Ball einen Meter über das Tor flog. Solche Chancen haben wir auch schon verwandelt, aber Tims großer Moment sollte noch kommen. Bevor es jedoch so weit war, beherrschten Standards auf beiden Seiten die Szenerie. Für uns zirkelte Paul einen Eckball gegen den Pfosten und auf der anderen Seite führten zwei Freistöße zu den größten Alfelder Gelegenheiten. Beim ersten lenkte Torben den Gewaltschuss aus 24 Metern gekonnt über die Latte und beim zweiten erledigte diese Aufgabe ein gegnerischer Stürmer höchstpersönlich. Das waren dann auch die Alfelder Chancen im ersten Durchgang. Spielerisch waren wir 40 Minuten lang deutlich besser und belohnten uns kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag für die ansehnliche erste Hälfte. Nachdem sich Finn zum wiederholten Male über außen durchgesetzt und in die Mitte gespielt hatte, stand dort in der 36. Minute Leon goldrichtig und drückte die Vorlage zur verdienten Führung über die Linie. Nur zwei Minuten später erhöhten wir unter gütiger Mithilfe des gegnerischen Torhüters auf 2:0. Bei seinem Abwurf übersah er den völlig freistehenden Tim, der das Geschenk geistesgegenwärtig per Direktabnahme ins Tor zitterte, zumal der Torhüter bei der dem Fauxpas anschließenden Rettungsaktion zu allem Überfluss auch noch am Ball vorbeitrat. Auch wenn der zweite Treffer aus unserer Sicht sehr glücklich zustande kam, so war er doch hochverdient.

 

Um uns dieses Mal, im Gegensatz zur letzten Woche, für die starke erste Hälfte nach 80 Minuten mit drei Punkten zu belohnen, ermahnten wir die Jungs eindringlich, nicht einen Deut nachzulassen sondern genauso weiterzuspielen. Auch wenn uns das nicht komplett gelang, so ließen wir uns den Dreier nicht mehr nehmen. Nachdem Alfeld im Anschluss an eine Ecke die erste Großchance der zweiten Hälfte mit einem Schuss in den wolkenverhangenen Himmel liegen ließ, nutzten wir in der 47. Minute die Gelegenheit zum Ausbau der Führung. Finn wurde von seinem Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht und der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Elfmeter, den Marvin sicher verwandelte. Leider sorgte der dritte Treffer nicht für „geordnete Verhältnisse“ auf dem Platz sondern dafür, dass sich in der Folge das Kampfspiel, das wir von Anfang an erwarteten, auch tatsächlich entwickelte. Die Alfelder beackerten jeden Quadratmeter des Spielfeldes und wir hielten dagegen. Die Folge war eine Vielzahl an Zweikämpfen, Freistößen und Unterbrechungen. Aus einer Ecke heraus resultierte in der 64. Minute der Ehrentreffer, bei dem Torben unglücklich aussah und sich somit für das Alfelder Geschenk zum 2:0 revanchierte. Danach bot sich den Zuschauern bis zum Abpfiff das stetig gleiche Bild. Alfeld nutzte seine Standards nicht und wir spielten unsere Konter schlecht aus, so dass kein weiteres Tor fiel und wir nach 80 Minuten einen verdienten 3:1-Sieg feiern konnten.

 

Obwohl wir spielerisch nicht an die erste Halbzeit anknüpfen konnten, reichte unsere Leistung, um unser Punktekonto zu verdoppeln und die rote Laterne des Tabellenschlusslichts an unseren Gegner weiterzureichen. Um uns weiter vom Tabellenende zu entfernen, müssen wir die kommenden Spiele mindestens mit der gleichen Einstellung bestreiten wie heute.

 

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8. Punktspiel VfR – TSV Havelse 2:6 (2:0)

 

Hans Siemensmeyer gilt als bester 96-Spieler aller Zeiten, Volker Finke trainierte den SC Freiburg 16 Jahre lang ohne Unterbrechung und ist damit Rekordhalter im deutschen Profifußball und André Breitenreiter ist die Paderborner Aufstiegslegende der jüngeren Vergangenheit. Was aber haben diese drei deutschlandweit bekannten Fußballlehrer gemeinsam und was hat das mit unserem Spiel zu tun? Die Antwort ist einfach: Sie alle trainierten schon den TSV Havelse, haben bei unserem heutigen Gegner ihre deutlichen Fußabdrücke hinterlassen und nichts! Richtig, mit unserem Spiel haben die drei absolut nichts zu tun. Aber interessant ist so ein Blick zurück schon…

 

…vor allem dann, wenn der Auftakt in ein Spiel so gelingt wie gegen den TSV. In der dritten Minute bekam Finn K. einen langen Ball aus der Abwehr zugespielt und lief allein auf das gegnerische Gehäuse zu. Unterstützt durch den wegrutschenden Torwart war es für Finn einfach, diesen zu umkurven, sich den Ball zurechtzulegen und an zwei zurückgeeilten Verteidigern vorbei zur frühen Führung einzuschießen. Das war mal ein Auftakt nach Maß, der uns sichtlich gut tat. Havelse hatte fortan zwar deutlich größere Spielanteile, wusste mit dem Ball aber nicht allzu viel anzufangen, zumal unsere Abwehrleistung in der Phase stimmte. Und hin und wieder tauchten wir sogar vor dem Havelser Tor auf, wie in der 19. Minute. Nach einer abgewehrten Ecke gelangte Fin-Louis etwa 22 Meter vor dem Tor an den Ball und nagelte diesen per Direktabnahme unhaltbar in die untere linke Ecke zum 2:0 in die Maschen. Dieser herrliche Treffer führte zu einer weiteren Verstärkung der gegnerischen Angriffsbemühungen. Zunächst ohne Erfolg. Die größten Gelegenheiten zum Anschlusstreffer boten sich unseren Gästen nach einer knappen halben Stunde, doch einen Freistoß aus 24 Metern fischte Paul aus dem Dreieck und bei der anschließenden Ecke köpfte ein Havelser knapp über das Tor. So gingen wir nach langer Zeit mal wieder mit einer Führung in die Kabine.

 

 Aus der kam Havelse mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen. Sofort schwappte eine Angriffswelle nach der nächsten über uns herein und wir konnten uns bei Paul bedanken, dass bis zur 50 Minute die Null hielt. Bei der vierten sehr guten Chance in Halbzeit zwei, war aber auch unser Torwart geschlagen. Nach einem kapitalen Abwehrfehler kam der Havelser Stürmer an den Ball und lupfte diesen technisch anspruchsvoll über Paul hinweg zum 2:1 ins Tor. Damit erhielten unsere Gäste weiteres Wasser auf ihre Mühlen, während wir uns nicht mehr nennenswert befreien konnten. In der 61. Minute kassierten wir nach einem weiteren energisch vorgetragenen Angriff den verdienten Ausgleich. Das Spiel stand nun auf der Kippe und entschied sich innerhalb von fünf Minuten. Leider nicht für uns. Finn K. setzte sich stark auf der linken Seite durch und passte scharf vor das Tor, wo Leon heransprintete und den Ball mit vollem Risiko haarscharf am Kasten vorbeischoss. Ein Treffer zum 3:2 hätte das Pendel zu diesem Zeitpunkt noch einmal in unsere Richtung ausschlagen lassen können, doch so kam, was kommen musste. Im direkten Gegenstoß erzielte Havelse nach einer Ecke das dritte Tor und nur zwei Minuten später ebenfalls nach einem Eckball sogar das vierte. Danach ging bei uns nichts mehr und der TSV hatte leichtes Spiel, das Torkonto mit zwei weiteren Treffern aufzustocken.

 

Insgesamt hat Havelse die Partie verdient gewonnen, weil wir es nicht geschafft haben, die Leistung aus der ersten Halbzeit auch in der zweiten abzurufen. Das zu schaffen sollte unser Ziel für die kommenden Wochen sein.

 

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7. Punktspiel VfL Bückeburg – VfR 4:0 (1:0)

 

Kann es etwas Schöneres geben, als an einem späten Mittwoch-Nachmittag bei strömendem Regen und vollgestauter A7 im Feierabendverkehr die weiteste Fahrt der Saison nach Bückeburg anzutreten? Ja, kann es. Haben wir aber trotzdem nicht gemacht. Es muss Leidenschaft sein…

 

Die weite Anreise noch in den Knochen oder die Ansprache vor dem Spiel noch verarbeitend begannen wir die Partie sehr schläfrig und lagen folgerichtig nach zwei Minuten zurück. Ein Angriff über die linke Seite stürzte uns in so große Verwirrung, dass wir einen gegnerischen Stürmer nicht mehr auf dem Radar hatten und dieser keine Probleme hatte, die Maßvorlage seines Mitspielers über die Linie zu drücken. Nachdem Bückeburg in der sechsten Minute nach einer Ecke an der Querlatte scheiterte, hatte Tim unsererseits die erste Gelegenheit, zielte allerdings aus 18 Metern ein gutes Stück zu hoch. In der 18. Minute hielt Paul uns mit einer guten Fußabwehr im Spiel und in der 27. war uns das Glück in doppelter Hinsicht hold. Innerhalb von fünf Sekunden scheiterte Bückeburg im Anschluss an eine Ecke mit zwei Kopfbällen an der Latte. Trotz dieser 100%igen Doppelchance waren wir zu dem Zeitpunkt deutlich besser im Spiel, ohne dass wir uns allerdings richtig gute Gelegenheiten herausspielen konnten. Das gelang uns erst kurz vor der Halbzeit. Finn K. wurde im Strafraum mit einer Grätsche vom Ball getrennt und dabei auch zu Boden gebracht. Die aus unserer Sicht glückliche Entscheidung des Schiedsrichters lautete Strafstoß. Paul übernahm die Verantwortung, platzierte den Ball aber viel zu genau und scheiterte mit seinem Schuss am Pfosten. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

 

In die zweite Halbzeit starteten wir wesentlich besser als in die erste und konnten durch Finn K. in der 45. Minute auch eine gute Gelegenheit verzeichnen, die der Torwart aber gekonnt entschärfte. In unsere beste Phase des Spiels hinein fiel dann nach einer knappen Stunde die Vorentscheidung. Bückeburg startete einen Angriff über die rechte Seite, der Außenspieler flankte butterweich in die Mitte und der Stürmer köpfte ebenso sehenswert wie unhaltbar ins linke obere Dreieck. Der Treffer warf uns komplett aus der Bahn. Einen Doppelschlag verhinderten nur zwei Minuten später lediglich die Ungenauigkeit des gegnerischen Stürmers und kurz danach ein Reflex Pauls. Mit dem 3:0 in der 66. Minute war das Spiel dann endgültig entschieden. Finn K. und Fin-Louis hatten unsererseits dann noch zwei gute Gelegenheiten auf dem Schlappen, bevor Bückeburg mit einem platzierten Kopfball kurz vor Spielende den Endstand herstellte.

 

Somit standen wir nach dem Spiel vor einer noch bescheideneren Situation als bei der Anreise. Zusätzlich zur vor uns liegenden Fahrtstrecke und dem nach wie vor schlechten Wetter hatten wir nun auch noch eine Niederlage und damit verbundene gedrückte Stimmung an Bord. Deshalb steuerten wir zur allgemeinen Aufhellung des in allen Bereichen tristen Tages das große goldene M an, bevor wir uns auf den regenreichen Heimweg machten.

 

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6. Punktspiel TuS Garbsen – VfR 7:0 (4:0)

 

Im Vorfeld des Spiels gegen den TuS Garbsen war uns klar, dass wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um gegen den Tabellenzweiten eine Chance zu haben. Nach dem Spiel bleibt festzuhalten, dass wir diese nicht im Ansatz erreichten und somit eine auch in der Höhe völlig verdiente Niederlage kassierten, zu der wir zu allem Überfluss mit einfachen Fehlern auch noch maßgeblich beitrugen. Unsere „beste“ Phase, wenn davon überhaupt gesprochen werden kann, hatten wir unmittelbar vor dem 0:2. In den zehn Minuten vor dem Treffer standen wir in der Abwehr recht kompakt, so dass es uns zumindest einigermaßen gelang, das Spiel der Garbsener etwas zu stören. Insgesamt war das aber viel zu wenig.

 

Zum äußerst eintönigen Spielverlauf: Mit dem zweiten Angriff ging Garbsen in der 5. Spielminute nach einem einfachen Pass in die Spitze in Führung. Nachdem wir unsere Defensivleistung im weiteren Verlauf, wie bereits geschrieben, deutlich steigern konnten, sorgte ein Doppelschlag in der 24. und 26. Minute für unseren Genickbruch. Ab da war das Spiel gelaufen. In schöner Regelmäßigkeit erspielte unser Gegner sich seine Chancen und kam folgerichtig nach einem Konter in der 37. Minute zum vierten Treffer.

 

Nach der Halbzeit änderte sich am Geschehen nichts. Wir kassierten, wie im ersten Durchgang auch schon, ein frühes Gegentor (44. Minute), zu dem sich in der 64. und 73. Minute nach einem Freistoß und einer Ecke noch zwei weitere hinzugesellten. Dann pfiff der Schiedsrichter die einseitige Partie endlich ab. Wer in diesem Kurzbericht die Schilderung unserer Torchancen vermisst, dem sei mitgeteilt, dass er sich nicht verlesen hat. Es gab keine!

 

Trotz der deutlichen Niederlage und unserer extrem dürftigen Leistung kann dem Spiel aber auch etwas Gutes abgerufen werden: Schlechter können wir kaum spielen. Und das dürfen wir in den kommenden Wochen auch nicht, wenn wir unsere Chance auf den Klassenerhalt wahren wollen. Nachdem wir aus der oberen Tabellenhälfte gegen alle Gegner bereits gespielt haben, kommen nun Kontrahenten, mit denen wir uns eher auf Augenhöhe befinden und gegen die wir tunlichst punkten sollten.

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5. Punktspiel Arminia Hannover – VfR 2:0 (2:0)

 

Um über den Bekanntheitsgrad zweier Vereine einen Eindruck zu erlangen, ist ein Blick auf die google-Trefferliste ein sehr guter Indikator. Zum VfR findet die Suchmaschine etwa 6.600 Ergebnisse, was uns Landesliga-weit auf den letzten Platz im google-Ranking befördert. Arminia Hannover liegt dort mit knapp 630.000 Treffern souverän an der Spitze. Auch bei den Spielstätten beider Vereine ist der Bischofsholer Damm in Hannover mit Sicherheit deutlich mehr fußballinteressierten Menschen ein Begriff als der Philosophenweg in Hildesheim. Kurzum: Wir fuhren als Außenseiter in die Landeshauptstadt.

 

Dass Arminia das Kräfteverhältnis ähnlich gelagert sah, wurde vom Anpfiff an deutlich. Eine Viertelstunde lang schnürten uns die Blauen mit enormem läuferischem Einsatz in unserer Hälfte ein und entfachten mächtig Druck auf unser Tor, ohne zu ganz großen Gelegenheiten zu kommen. In der fünften Spielminute konnten wir bei einem Konter für Entlastung sorgen und erzielten sogar das erste Tor des Tages, doch Leons Abschluss zählte auf Grund einer Abseitsstellung nicht. Mit dem Ende der hannoverschen Druckphase fand dann der erste Treffer seinen Weg auf das Tableau. Paul konnte eine Flanke des Außenstürmers nicht festhalten, der hinter ihm lauernde Angreifer bedankte sich artig und köpfte den Ball aus einem halben Meter über die Linie. Das extrem unglückliche Gegentor warf uns aber nicht aus der Bahn. Wir verteidigten weiterhin konzentriert und versuchten immer wieder, eigene Angriffe zu initiieren. Nach einer Ecke hatten wir in der 24. Minute die Chance auf den Ausgleich, doch Leons Kopfball strich knapp über die Latte. Im Gegenzug fiel der zweite Treffer, weil Arminia einen Ballverlust unsererseits im Mittelfeld gnadenlos ausnutzte und nach einem sehr gut gespielten Konter zum zweiten Mal jubeln durfte. Danach passierte bis zur Pause nicht mehr viel.

 

Da Arminia in der ersten Hälfte immer dann gefährlich wurde, wenn wir Fehler machten, rechneten wir uns durchaus noch Chancen auf einen Punktgewinn aus, sofern wir in den zweiten 40 Minuten unsere Fehlerquote reduzierten. Doch zu Beginn der Halbzeit waren wir davon noch ein gutes Stück entfernt. Unser Gegner drückte und hatte große Chancen auf den dritten Treffer. In der 47. Minute knallte ein 20-Meter-Schuss an die Latte, zwei Minuten später rettete Paul per Fußabwehr und in der 56. Minute konnte Arminia eine Dreifachchance nicht im Gehäuse unterbringen. So blieben wir im Spiel und zogen dieses mit zunehmender Spieldauer immer mehr auf unsere Seite. In der letzten Viertelstunde zollte Arminia dem hohen Tempo, das sie über eine Stunde gegangen waren, Tribut. Nun waren wir am Drücker, dafür holte Arminia sich eine neue Verbündete ins Boot. Die Glücksgöttin Fortuna wechselte die Seite und stand fortan den Hannoveranern bei. Zwei Mal sprang einem Arminen-Verteidiger der Ball im Strafraum an die Hand, ohne dass es einen Elfmeterpfiff gab. Zudem scheiterte Marvin in der 72. Minute nach einem Kopfball von Fin-Louis per Hacke an der Latte und auch unsere beiden letzten Gelegenheiten wurden von Kartal und Finn K. vergeben. So blieb es beim 0:2, dass optisch dem Spielverlauf entsprach, aber in seiner Entstehung höchst unglücklich zustande kam.

 

Die nächste Gelegenheit, Punkte auf unserer Habenseite zu verbuchen, lässt eine Weile auf sich warten. Da das Spiel gegen Bückeburg verschoben wurde und die Herbstferien vor der Tür stehen, findet das nächste Spiel erst am 15.10. statt. Wir reisen dann zu einem Gegner, der „nur“ 60.000 Treffer vor uns im google-Ranking steht: Garbsen.

 

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4. Punktspiel VfR – JFV Calenberger Land 2:5 (0:1)

 

Bei unserem dritten Heimspiel am Stück durften wir den JFV Calenberger Land in der Fritz-Ziesener-Arena begrüßen. Bereits in der letzten Saison kreuzten sich als C-Jugend unsere Wege im Bezirkspokal sowie als B-Jugend in der Meisterschaftsrunde. Da sämtliche Partien verloren gingen, lag der Favoritenstab mit Sicherheit bei den Jungs aus dem Dunstkreis Barsinghausens. Andererseits wollten wir unsere schlechte Heimbilanz aufbessern und rechneten uns durchaus Chancen auf einen Punktgewinn aus.

 

Zu Spielbeginn war davon allerdings nichts zu sehen. Wir begannen viel zu nervös und überließen unserem Gegner komplett den Ball und damit sämtliche Offensivaktionen. Nach einer einstudierten Ecke fiel dann auch sehr früh die Führung für unsere Gäste. In der 7. Spielminute köpfte der gegnerische Spieler den Ball ebenso problemlos wie unhaltbar unter die Latte. Dieser frühe Rückstand wirkte sich nicht unbedingt förderlich auf unser Selbstvertrauen aus. Nach einer Viertelstunde trauten wir uns dann ein wenig aus unserem Schneckenhaus heraus und starteten unsere ersten Angriffe, ohne zunächst allerdings zu nennenswerten Torchancen zu gelangen. Doch das Spiel gestaltete sich dadurch etwas ausgeglichener. Trotzdem hatten die Calenberger mehr vom Spiel, was sich in einem gefühlten Eckenverhältnis von 10:0 deutlich widerspiegelte.  Aus dem Spiel heraus hatten wir bis zur Halbzeitpause nur noch zwei brenzlige Situationen zu überstehen, die beide Paul entschärfte. Bei der ersten scheiterte der Stürmer mit einem wirklich kläglichen Versuch eines Hebers und bei der zweiten an einer sensationellen Parade, als Paul einen gegen seine Laufrichtung geschossenen Ball reflexartig um den Pfosten lenkte. Die größte Gelegenheit auf den Ausgleich vergaben wir quasi mit dem Halbzeitpfiff. Finn K. setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball in die Mitte, wo Tim und Jacob gegen den auf der Torlinie rettenden Abwehrspieler einen Sekundenbruchteil zu spät kamen.

 

Mit diesem Mutmacher kurz vor der Pause nahmen wir uns für die zweite Halbzeit vor, ein wenig offensiver zu agieren und die durchaus vorhandenen Räume in der gegnerischen Deckung besser auszunutzen. Bei der Umsetzung dieses Plans standen wir uns dann selbst im Weg, weil wir viel zu passiv spielten und nichts von unserem Vorhaben in die Tat umsetzten. Bereits nach einer Spielminute liefen wir einem 0:2 hinterher und kurze Zeit später sogar einem 0:3. Zwischen beiden Treffern hatten wir nach einer Hereingabe von Finn zwar durch Tim die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen, hätten diesen aber auf Grund unseres Auftretens nicht wirklich verdient. Das änderte sich kurioserweise erst, als wir deutlich zurücklagen. In der 61. Minute setzte Finn sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball in die Mitte. Dort schloss Tim den Angriff mit einem sehenswerten Volleyschuss gegen die Laufrichtung des Torwarts zum 1:3 ab. Paul hielt uns mit seiner nächsten guten Parade weiterhin im Spiel, in welchem wir in der 70. Minute dann tatsächlich waren. Ein katastrophaler Rückpass des gegnerischen Spielers landete genau beim frei stehenden Tim, der dem Torwart mit seinem platzierten Abschluss keine Chance ließ und uns wieder Hoffnung gab. Im Bestreben, den Ausgleich zu erzielen, öffneten wir unsere Abwehr und wurden in der 77. Minute eiskalt ausgekontert. Mit einem wahren Geschoss unter die Latte erzielte der Calenberger Spieler zudem das schönste Tor des Tages. In der Nachspielzeit kassierten wir nach einer weiteren Ecke dann auch noch das fünfte Gegentor.

 

So haben wir auch im dritten Heimspiel immer noch keinen „Heimpunkt“ geholt, während wir auswärts noch ungeschlagen sind. Am kommenden Samstag dürfen wir glücklicherweise reisen und treffen um 14 Uhr am Bischofsholer Damm auf Arminia Hannover.

 

Germania Attacke

3. Punktspiel VfR – TSV Pattensen 0:3 (0:1)

 

Mit dem TSV Pattensen kam am Samstag eine Mannschaft an den Philosophenweg, die wir von allen Gegnern aus der Liga noch am besten kennen. Natürlich gab es gegenüber der letzten Saison auch bei unseren Gästen aus dem Süden Hannovers ein paar Veränderungen im Kader, aber zumindest war uns ein großer Teil der Truppe nicht völlig unbekannt. Da wir in der Bezirksliga zu Hause 4:1 gewannen und in Pattensen mit 0:4 unterlagen, erwarteten wir einen Gegner auf Augenhöhe. Die Einschätzung erwies sich bis Mitte der zweiten Halbzeit als korrekt.

 

Bei hochsommerlicher Temperatur von über 30 Grad entwickelte sich vom Anpfiff an ein Spiel, dass bei weitem nicht das Niveau vom vergangenen Wochenende erreichte und es mit fortlaufender Spieldauer auch niemals erreichen sollte. Vielmehr bot sich den Zuschauern ein Abnutzungskampf im Mittelfeld mit wenigen Chancen vor beiden Toren. Bei Pattensen waren die Standards gefährlich und aus dem Spiel heraus lief nicht wirklich viel, bei uns war es genau umgekehrt. Wenn wir gefährlich wurden, dann aus dem Spiel heraus. Sämtliche Freistöße und Ecken verpufften hingegen wirkungslos. In der zwölften Minute segelte ein Freistoß der Gäste an sämtlichen Angreifern und Abwehrspielern und glücklicherweise auch knapp am langen Pfosten vorbei. Das war die erste nennenswerte Gelegenheit des Spiels. Mit dem zweiten Freistoß gerieten wir in Rückstand. In halblinker Position bekam Pattensen etwa 22 Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen, den ihr Standardspezialist sehenswert über die Mauer zirkelte und im linken oberen Tordreieck versenkte. Der Rückstand trieb uns nach vorne. In der 22. Minute bekam Tim einen Pass von Daniel, narrte seinen Gegenspieler und zielte aus 18 Metern in die kurze Ecke. Mit einer starken Reaktion konnte der Torwart den Ball gerade noch zur Ecke klären. Eine ganz ähnliche Situation spielte sich nach einer halben Stunde ab. Dieses Mal gelangte der Ball über Jacob zu Tim, der erneut mit einer Finte an seinem Gegner vorbei kam und abermals mit seinem Abschluss am Torwart scheiterte. Nachdem wir einige weitere, allerdings nicht ganz so klare Chancen liegen ließen, gingen wir mit dem knappen und unverdienten Rückstand in die Pause.

 

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Wir verloren den Ball im Mittelfeld, Pattensen spielte über wenige Stationen ihren Stürmer frei, der glücklicherweise mit seinem Torschuss am sensationell reagierenden Paul scheiterte. Wenige Zeigerumdrehungen später glichen wir das Chancenverhältnis der zweiten Halbzeit aus. Tim und Daniel spielten sich sehenswert durch die gegnerische Abwehr und scheiterten in Person von Tim zum dritten Mal am gegnerischen Torwart. In der 56. Minute hatten wir das Glück auf unserer Seite. Die nun besser spielenden Gäste vergaben nach einer schönen Ballstafette eine große Gelegenheit, indem ihr Stürmer freistehend vor dem Tor knapp an selbigem vorbeischoss. In der 60 Minute verloren wir das Spiel nach einer sehr unübersichtlichen Situation endgültig! Wir griffen über die linke Seite an, wobei Leon beim Flankenversuch zu Boden gecheckt und anschließend vom Gegenspieler auf das Handgelenk getreten wurde. Der erste Verdacht auf einen Bruch des Handgelenks bestätigte sich im Krankenhaus zum Glück nicht, unsere Konzentration war durch diese unfaire Aktion aber vollends dahin. Das nutzte Pattensen eiskalt aus. Mit dem nächsten Angriff erzielten sie nach einer Ecke das zweite Tor und mit dem Abpfiff sogar noch ein weiteres, weil wir uns viel zu leicht auskontern ließen.

 

Schade, dass eine bis dahin (und auch danach wieder!) faire Partie durch solch einen fiesen Tritt mitentschieden wurde.

 

Germania Attacke

2. Punktspiel VfR – HSC Hannover 1:6 (1:2)

 

Am Samstag-Nachmittag spielte sich in der Fritz-Ziesener-Arena zwischen zwei sehr spielstarken Mannschaften eine unfassbar gute erste Halbzeit ab. Auf technisch richtig hohem Niveau beharkten wir uns mit unserem Gegner aus Hannover vom Anpfiff an und konnten nach 40 Minuten auf einen proppenvollen Chancenzettel blicken. Deshalb stürzen wir uns auch ohne große Vorrede direkt ins Spielgeschehen.

 

In der ersten Minute vergab der HSC die erste Gelegenheit, in der zweiten bot sich Finn K. nach einem tollen Pass von Tim unser erster Hochkaräter und in der dritten Minute lagen wir zurück. Einen Steilpass aus dem Mittelfeld erlief der gegnerische Stürmer, umkurvte Paul und schob dann ins leere Tor ein. Die Chancentaktung nahm in der Folge zwar etwas ab, jede Minute eine gute Gelegenheit ist dann doch zu viel des Guten, das Spieltempo blieb aber unverändert hoch. Die nächsten guten Möglichkeiten erspielte sich allesamt der HSC. In der 8. und 10. Minute hielt Paul uns mit zwei starken Paraden im Spiel, bevor er in der 13. Minute zum zweiten Mal hinter sich greifen musste. Im Anschluss an einen Eckball vollendete der gegnerische Spieler die Hereingabe spektakulär mit einem Seitfallzieher unter die Latte. Wir ließen die Köpfe glücklicherweise nicht hängen und kamen fünf Minuten später zum Anschlusstreffer. Innerhalb von einer Minute wurde Finn K. zwei Mal im Strafraum elfmeterreif gefoult, doch lediglich beim zweiten Vergehen entschied der Schiedsrichter auch auf Strafstoß, den Paul E. sicher verwandelte. Danach war wieder der HSC dran. Nach einem Freistoß platzierte der Angreifer den Kopfball aber viel zu ungenau und nach einem katastrophalen Rückpass in unserer Abwehr vergab ein weiterer Spieler noch kläglicher, indem er völlig freistehend am Tor vorbeischoss. In der 31. Minute zirkelte Jan H. aus 20 Metern perfekt ins obere linke Dreieck, viele Zuschauer hatten den Torschrei schon auf den Lippen bevor der Torhüter diesen mit einer sensationellen Parade verstummen und uns mit einer Ecke zurück ließ. Die letzte große Chance (sehr viele „nur“ gute Gelegenheiten, die es reichlich gab, finden hier aus Platzgründen überhaupt keine Erwähnung!) hatte wieder der HSC, doch deren Stürmer schoss nach einem Konter knapp am Tor vorbei. So endete eine ungewöhnlich starke Halbzeit mit einem recht gewöhnlichen Ergebnis.

 

Leider hielt die zweite Halbzeit bei weitem nicht mehr das, was die erste versprochen hatte. Und noch „leiderer“ lag das ausschließlich an uns. Während der HSC sein tolles Niveau halten konnte, fiel unseres so rapide ab, dass wir in den zweiten 40 Minuten keine einzige zwingende Torchance mehr hatten. Die Jungs aus der Landeshauptstadt hingegen krönten ihre ersten beiden Angriffe direkt mit Toren. Das 1:3 fiel nach einem sehr gut vorgetragenen Angriff bereits in der 42. Minute und das nächste nur vier Minuten später, weil wir einen zuvor gewonnenen Ball prompt wieder verloren. Mit einem Doppelschlag zwischen der 56. und 58. Minute machte der HSC dann den Deckel drauf und das halbe Dutzend Tore voll. Danach hatten die Hannoveraner ihr Tagwerk vollbracht und schalteten in den Energiesparmodus, ohne die Kontrolle über die Partie aus der Hand zu geben.

 

Als Fazit dieses Spiels lässt sich festhalten, dass wir in der ersten Halbzeit gegen einen richtig starken Gegner wirklich gut mitspielten und auf der Leistung für die kommenden Partien aufbauen können. Der extreme Leistungsabfall in der zweiten Hälfte gibt uns aber Rätsel auf und sollte sich zukünftig nicht oft wiederholen, sonst wird es mit dem Punktesammeln schwierig.

 

Germania Attacke

1. Punktspiel 1.FC Wunstorf – VfR 1:4 (1:2)

 

Da stand er nun an, der erste Spieltag in der Landesliga! Für den überwiegenden Teil unseres Kaders ist die Liga, nach der sehr erfolgreichen Bezirks-Premiere in der Vorsaison, erneut völliges Neuland. Wir Trainer, und die Jungs natürlich auch, können keinen einzigen Gegner wirklich einschätzen. Durch die jährlich stattfindende Rotation in den einzelnen Mannschaften wissen nicht einmal unsere wenigen Landesliga-erfahrenen Spieler, was auf uns zukommt. Doch so unbekannt uns die einzelnen Mannschaften sind, so unbekannt dürften auch wir für die meisten Gegner sein. Auf unseren ersten Gegner, den 1.FC Wunstorf, traf das mit Sicherheit zu.

 

Dass Unkenntnis nichts zwingend Schlechtes sein muss, wurde uns schon beim Betreten des Rasens klar: Der „C-Platz“ in Wunstorf lässt, zumindest trifft das auf den Kreis Hildesheim zu, so ziemlich jeden „A-Platz“ vor Neid erblassen, sofern Rasen zu so etwas fähig wäre. Vor uns lag ein wahrer Teppich und die Vorfreude auf den Anstoß wurde nochmals befeuert. Die ersten 10 Minuten brannte unser Gegner ein wahres Pressing-Feuerwerk ab, aus dem wir uns spielerisch zu lösen versuchten. Glücklicherweise verbrieten die Wunstorfer damit einige Körner, ohne zu zwingenden Torchancen zu kommen. Nach einer Viertelstunde kamen wir dann besser ins Spiel und hätten in der Zeit auch einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen, als Finn K. von seinem Gegenspieler sehr rüde gefoult wurde. Da die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb, konnte Wunstorf quasi im Gegenzug in Führung gehen. Nach einem Konter, den wir eigentlich schon verteidigt hatten, kam Wunstorfs Außenspieler an den Ball und flankte in den Strafraum. Dort hatte ihr Stürmer wenige Probleme, per Kopf erfolgreich zu sein. Wir ließen uns nicht hängen, kamen noch besser in die Partie und erspielten uns erste Chancen. Mit einem Doppelschlag unmittelbar vor der Pause drehten wir das Spiel. Nach dem Paul E. regelwidrig im Strafraum gelegt wurde, bekamen wir dieses Mal den fälligen Elfmeter zugesprochen. Der von Finn H. ungewohnt unplatziert geschossene Ball konnte zwar vom Torwart abgewehrt worden, doch Leo schaltete blitzschnell und schob die Kugel über die Linie. Mit der letzten Aktion der Halbzeit gingen wir dann sogar in Führung. Wie am Schnürchen lief der Ball von Paul E. und Finn K. zu Jan H., der das Auge für Tim hatte. Der spielte seinen Gegenspieler aus und verwandelte unhaltbar aus 13 Metern mit einem platzierten Linksschuss.

 

Mit den beiden späten Toren und unserem guten Spiel im Rücken kamen wir mit sehr viel Selbstvertrauen aus der Kabine. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten uns und konnten durch ein weiteres Tor gekrönt werden. Gerade als Wunstorf etwas aufkam, spielten wir einen herrlichen Konter. Aus der Abwehr bekam Paul E. den Ball und spielte direkt weiter zu Finn K., der den Tor für noch mehr Ruhe in unseren Reihen. Wir kontrollierten das Geschehen weiterhin Kopf hob und sah, dass der gegnerische Torwart sehr weit aus seinem Kasten geeilt war. Mit einem Heber aus etwa 25 Metern „bestrafte“ Finn den Ausflug und sorgte mit dem dritten und hätten in der Phase durchaus nachlegen können. Doch auch die Wunstorfer hatten, gerade nach Einwürfen (!) und Eckbällen  ihre Gelegenheiten, die sie aber auch allesamt nicht besser nutzten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 66. Minute. Leo setzte sich auf der rechten Seite klasse durch und passte mit großer Übersicht zu Finn K., der keinerlei Mühe hatte, zum 4:1 einzuschießen. Nach diesem Tor verloren wir überraschenderweise ein wenig den Faden, ohne dass der Sieg ernsthaft in Gefahr geriet.

 

Unseren eher mäßigen Vorbereitungsspielen zum Trotz starteten wir sehr gut in die Saison. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner stimmten unser Einsatz und unsere Einstellung vom Anpfiff weg. Wenn wir diese Grundtugenden weiterhin abrufen, muss uns vor den nächsten Gegnern nicht bange sein.

 

Germania Attacke

Bezirkspokal 1. Runde: JFC AEB (Bezirksliga) – VfR  3:2 i.E. (2:2, 2:1)

 

Keine Spielzeit ohne Pflichtspiel gegen AEB! Selbst wenn wir nicht in der gleichen Liga spielen sorgt spätestens der Pokal, wie im Vorjahr auch schon, für ein Treffen unserer Mannschaften. Dass wir nicht in der gleichen Liga spielen ist zwei Ereignissen des letzten Spieltages der Vorsaison zuzuschreiben. Während unsere „alte“ B-Jugend mit einem Sieg gegen den Heesseler SV den Klassenerhalt in der Landesliga und somit unsere Ligazugehörigkeit sicherstellte, verloren die Jungs aus dem Osten Hildesheims gegen ihren direkten Konkurrenten aus Alfeld, der mit dem Sieg an AEB vorbeizog und den Aufstieg in die Landesliga feiern durfte. So lagen Glück und Pech im letzten Spieljahr schon nah beieinander und sollten es heute auch liegen…

 

Trotz einer sehr durchwachsenen Vorbereitung mit einem Sieg und drei Niederlagen gingen wir mit einem guten Gefühl in die Partie. Gerade unser letzter Test gegen die eigene A-Jugend gab uns Hoffnung, obwohl wir das Spiel verloren. Da jedoch Kampfgeist, Einsatzwille und unsere in den übrigen Testspielen oftmals fehlende Defensivordnung stimmten, waren wir vorsichtig optimistisch für den Pokal. Zwei Minuten nach dem Anpfiff wurde unser Optimismus auf die erste harte Probe gestellt. Der gegnerische Stürmer tankte sich energisch durch die gesamte Abwehr und hätte mit seinem Lattenschuss eigentlich auch den letzten Spieler wecken müssen. Doch leider sorgten in der gesamten Halbzeit immer wieder unkonzentrierte Momente für Gefahr in unserer Abwehr. Nachdem wir in der sechsten Spielminute das Chancenverhältnis ausgleichen konnten, weil Leons Geschoss nach klugem Pass von Marvin knapp über das Gehäuse flog, sorgte ein Fehler im Spielaufbau für die nächste AEB-Chance. Glücklicherweise hatte der Stürmer jedoch kein Zielwasser getrunken. Dazu gab es nach einer Viertelstunde ausreichend Gelegenheit, denn im Anschluss an eine schwere Verletzung eines AEB-Spielers wurde das Spiel bis zum Eintreffen des Krankenwagens für 15 Minuten unterbrochen. Gute Besserung Christian! Die unfreiwillige Pause sorgte immerhin dafür, dass der Zielwasserspeicher tatsächlich aufgefüllt wurde, denn die nächsten drei Torchancen führten allesamt zu Treffern. Den Anfang machten wir. Jacob bediente in der 38. Minute nach einem wunderbaren Spielzug über mehrere Stationen den in stark abseitsverdächtiger Position stehenden Jan H., der sich aus rund 16 Metern nicht lumpen ließ und überlegt zu unserer Führung abschloss. Danach begann die 15-minütige Nachspielzeit, in der wir nach zwei kapitalen Abwehrfehlern in Rückstand gerieten. Beide Male führten die Fehler dazu, dass ein gegnerischer Stürmer frei vor Torben auftauchte und keine Probleme hatte, den Ball im Netz unterzubringen.

 

Diesen Rückstand hatten wir uns selbst zuzuschreiben, denn unsere Fehlerquote in der ersten Hälfte war einfach zu hoch. Das musste in der zweiten Halbzeit besser werden und wurde es auch. Nach einem flach hereingegebenen Freistoß von Jan H. konnte Tim den zweiten Versuch überlegt am Torwart vorbei ins Netz schieben. Mit dem Ausgleich im Rücken dominierten wir das Spiel. Konsequent liefen wir den Gegner an und zwangen ihn nun zu Fehlern. Leider gelang es uns nicht, unsere Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Lediglich in der 59. Minute bot sich Marvin aus 18 Metern eine gute Gelegenheit, die vom Torwart aber zunichte gemacht wurde. Die letzten beiden Halbchancen in einer von unserer Seite ordentlichen zweiten Halbzeit gehörten aber wieder unserem Gegner. Die erste hat Torben sicher gehalten, bei der zweiten misslang die Volleyabnahme des Stürmers gründlich. So ging es ins Elfmeterschießen bei dem ebenso viele Elfmeter verwandelt wie vergeben wurden. Wir schossen dabei noch ungenauer als unser Gegner und schieden etwas unglücklich aus dem Pokalwettbewerb aus.

 

Unsere gesamte Konzentration gilt deshalb dem Punktspielauftakt am nächsten Wochenende. Mal schauen, wie wir dort aus dem Startloch kommen.

 

Germania Attacke

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